Umweltextremistin

Brigitte Bichler

Head of Department Carbon, Energy & ESG Management OMV

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Brigitte Bichler, ich arbeite in der OMV und leite hier die Abteilung Carbon, Energy & ESG Management, aka Nachhaltigkeitsabteilung. Die OMV ist ein Öl-, Gas- und Chemie-Unternehmen und wir haben einen sehr großen Beitrag zum Klimawandel, wir werden aber auch ein ganz wesentlicher Beitrag zur Lösung des Klimaproblems sein.

Was ist Ihre Story?

Meine Story dreht sich, um die Themen Nachhaltigkeit Klimaschutz, Durchhaltevermögen und den ganz starken Wunsch Dinge zum Positiven zu verändern. Ich bin aufgewachsen in Kärnten in einem kleinen Bergdorf auf 1100 Meter Seehöhe mit ungefähr 200 Einwohnern und habe schon als Kind die Themen Umweltschutz und auch Tierschutz entdeckt, war schon als Kind dabei bei Demonstrationen gegen Hochspannungsleitungen und war ganz fasziniert davon, dass die Leute sich für solche Dinge engagieren. Ich habe dann meinen Ausbildungsweg mit Matura beendet und bin dann durch, bisserl ein Zufall, auf der Montanuniversität Leoben gelandet, eigentlich wollte ich Tiermedizin studieren, eine Freundin meinte, die auch Tiermedizin studiert hat, sie würde das nicht mehr machen, würde eher auf eine Uni wie die Montanuniversität Leoben gehen. Ich wusste nicht einmal was das ist, wo das ist, wo ist Leoben? Ich habe dann doch dahin geschaut und habe dann gesehen, es hat der Studien-Versuch Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling begonnen 1991. Das Feedback auf der ÖH damals war: „Das ist Hardcore-Technik, das ist nicht wie Bäumchen pflanzen im Uniinnenhof der BOKU.“ Das hat mich nur noch mehr motiviert das zu inskribieren und dieses Studium dann auch erfolgreich abzuschließen. Das heißt das Thema Umweltschutz und Industrie war für mich von Anfang an ein sehr interessantes Thema und ich bin dem treu geblieben eigentlich bis heute.

Nach Studiumende habe ich kurze Zeit bei einer Umweltbehörde gearbeitet, wollte aber dann rasch wieder in die Industrie zurück und habe 2007 bei der OMV als Umweltexpertin begonnen. Ich habe gesehen, die OMV als größtes österreichisches Industrieunternehmen als Öl- und Gasunternehmen sucht einen Umweltexperten/Expertin und habe mir schon gedacht: „Öl und Gas und Umweltschutz wie passt das zusammen?“, weil prinzipiell von meiner Haltung her könnte ich auch bei einer Umwelt NGO arbeiten, aber trotzdem habe ich gewusst und auch daran geglaubt, dass ich in einem Industrieunternehmen mehr verändern kann, als wie wenn ich draußen dagegen protestiere.

Ich habe dann 2012 die Umweltabteilung in der OMV AG übernommen. Also die Umweltabteilung zu leiten in dem größten österreichischen Industriekonzern war für mich schon ein wirklich toller beruflicher Erfolg und ich habe hier wirklich über einen sehr langen Zeitraum versucht über kleine Schritte die Situation im Umwelt- und Klimaschutz hier aufzuzeigen in der OMV und auch zu verbessern. Die OMV ist ein großer Konzern, der sich langsam bewegt, aber wenn man konstant dabei bleibt, dann bewegt sich dieses Schiff auch irgendwann in die richtige Richtung. Ein für mich persönlich größter Erfolg war die neue Strategie der OMV, wo wir es geschafft haben von vornherein so zu sagen die Leitplanken zu setzen. Klimaschutz ist eingebaut in die Strategie, wir haben Reduktionsziele 2030, 2040 bis 2050 definiert und diese Leitplanken waren die Vorgaben dann für die Geschäftsbereiche die Strategie zu definieren. Und für mich persönlich war das der größte Erfolg und auch für mich ein Zeichen meines Durchhaltensvermögens bei dem Thema dranzubleiben in dem Konzern.

Wer hat Sie erleuchtet?

In meinem beruflichen Umfeld gab es immer wieder viele Menschen, die mich inspiriert haben, vor allem die, die gesehen haben, dass ich wirklich Dinge bewegen will und die mich dann auch wirklich haben arbeiten lassen und meine Ideen umsetzen lassen. Eine ganz besondere Inspiration waren für mich natürlich auch intern in der Firma die Leute, die mich als Umweltextremistin bezeichnet haben, das war für mich eigentlich ein Lob, dass ich mein Job gut mache und dass ich wirklich dabei bin Dinge zu bewegen.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

In meinem beruflichen Umfeld die Kollegen und Kolleginnen, die mich kennen, würden wahrscheinlich mir nicht zutrauen, dass ich in High Heels und im pinken Kostümchen Walzer tanze, aber nein das kann ich auch, das ist eine Seite die ich im privaten Umfeld mehr auslebe, als in meinem beruflichen Kontext. 

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich finde diese Idee unglaublich gut, dass man Chef und Chefinnen hier vor die Kamera holt und sie ersucht auch privates aus ihrem beruflichen Umfeld aber auch von ihrem Hintergrund zu berichten und zu erzählen, da lernt man neue Seiten kennen, aber auch dass man die Firmen, wo diese Menschen arbeiten, lernt man von neuen Seiten kennen und insofern eröffnet das neue Perspektiven für Menschen, die sich vielleicht interessieren für dieses Unternehmen zu arbeiten.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Diese Lampe ist eine meiner Lieblingslampen. Ich habe bei mir zuhause selbst genau diese Lampe als Stehlampe, aber auch als auf der Wand montiert. Ich mag die Kombination aus Metall und Holz. Sie hat sehr klare Formen und die nackte Glühbirne verströmt ein echt angenehmes Licht, also ich bin wirklich ein großer Fan dieser Lampe.

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