Auf zum Big Boss

Walburga Seidl

Vorstandsmitglied Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Walburga Seidl und ich arbeite seit 23 Jahren in der steiermärkischen Sparkasse. Ich bin dort verantwortlich für Risikomanagement, Finanzen, Compliance Recht und für die interne Revision.

Was ist Ihre Story?

Ich habe vor 23 Jahren begonnen als Kundenbetreuerin in der Filiale in Eggenberg und heute bin ich Mitglied des Vorstandes. In diesen 23 Jahren ist natürlich so einiges passiert! Es gibt eine Geschichte, an die ich mich sehr gerne erinnere, weil die für mich etwas ganz Besonderes war. Es ist sehr lange her, ich war damals sehr jung, da ging es um eine große Aufgabe. Die Sparkasse hat damals überlegt eine Bank in Slowenien zu kaufen und es ging darum, dass man vor Ort diese Bank analysieren, bewerten und prüfen musste, welche Risiken damit verbunden sein könnten. Nach langem hin und her ist die Auswahl dann auf mich gefallen und ich war extrem aufgeregt. Es war ein richtiger Adrenalinschub! Bevor es dann los ging wurde ich auch noch zum Big Boss gerufen und ich dachte mir, der wird mir jetzt die letzten Anweisungen geben. Ich habe mich top vorbereitet! Ich habe alle Ziffern, alle Zahlen inhaliert. Ich habe stundenlang recherchiert über das Land und über das Marktumfeld und und und. Ich habe mir ein wirklich anspruchsvolles und herausforderndes Gespräch erwartet und ich wollte einen guten Eindruck machen.

Als es dann soweit war, hat mich mein damaliger Chef zum Big Boss begleitet und wir durften dann ins Vorzimmer hinein. Seine Assistentin hat uns begrüßt und wir durften Platz nehmen und warten. Und wir warteten. Ich war damals richtig aufgeregt, mein Herz hat gepocht und das ist schon sehr lange her. Plötzlich ist dann die Tür aufgegangen und der Big Boss ist hereingekommen. Mein damaliger Chef ist aufgesprungen und hat ihn überschwänglich begrüßt. Ich bin auch aufgestanden und als mich der Big Boss dann erblickt hat, hat er mich angesehen und gesagt: “Und Sie sind die Seidl?”. Ich habe genickt. Dann hat er weiter gefragt: “Und Sie gehen also nach Slowenien?”. Da habe ich dann schon ein leises “Ja” herausgebracht. Dann hat er mich gefragt: “Trauen Sie sich das zu?” – dann habe ich gesagt: “Ja!”. Dann habe ich mir gedacht, jetzt geht’s richtig los! Jetzt wird er mich hineinbitten in sein Büro, wird mir viele Fragen stellen, seine Rede halten und mir seine Erwartungen mitteilen. Es kam aber alles ganz anders. Nichts von all dem ist passiert. Er sagte nichts. Er streckte mir seinen Arm entgegen, drückte meine Hand ganz fest, hat mir in die Augen gesehen und hat mich angelächelt. Das einzige was er gesagt hat war: “Na dann, alles Gute und viel Erfolg!”. Weg war er.

Für mich war das etwas Besonderes, weil es mich damals extrem motiviert hat. Ich bin dann ganz stolz zurück an meinen Arbeitsplatz, bin ein paar Tage später voll motiviert nach Slowenien gefahren und habe diese Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit aller sehr gut erledigt. Das ist deshalb was Besonderes für mich, weil es in den vielen Jahren in der steiermärkischen Sparkasse, immer wieder solche Menschen gegeben hat. Menschen, die an mich geglaubt haben und die mir etwas zugetraut haben. Das hat mir sehr dabei geholfen meinen Weg hier zu machen.

Wer hat Sie erleuchtet?

Das war eine Führungskraft bei uns im Haus, die, wie ich jetzt Mal sagen würde, nicht immer besonders bequem ist. Die mich immer wieder intelligent gestört hat. Mich aus meiner Komfortzone hinausgedrängt, gefordert und mir Aufgaben gegeben hat, an denen ich wachsen konnte. Das habe ich sehr geschätzt.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Mir gefällt es, dass man Führungskräfte nicht nur aus Ihrer Rolle heraus kennenlernen kann, sondern auch den Menschen dahinter. Geschichten sind etwas, was alle Menschen aller Generationen verbindet. Eine Geschichte ist immer interessant und es macht einfach das Ganze runder, menschlicher und ist sehr nahe am Leben. Und das gefällt mir.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich würde sagen, sie ist reduziert auf das Wesentliche – auf das, worum es wirklich geht – sie ist einfach eine Leuchte. Und zum zweiten, sie gefällt mir einfach.

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