Wiener Fundräuber

Miriam Weberstorfer

Gründerin und Geschäftsführerin ArchäoNOW

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Miriam Weberstorfer und ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von ArchäoNOW. ArchäoNOW macht spielerische und interaktive Kultur- und Wissensvermittlung in der Wiener Innenstadt, und zwar in Form von Rätselrallyes.

Was ist Ihre Story?

Mein Weg war ein bisschen ein unkonventioneller. Ich habe ein sehr schräges Orchideenstudium studiert, dass sich nennt „Quartärbiologie und Archäologie des Paläolithikums“. Nachdem niemand weiß, was das ist und es wohl kaum aussprechen kann, war die Frage sehr früh da: „Was macht man eigentlich mit dem Studium? Wozu studiere ich das? Bin ich dann nicht vielleicht sogar die zukünftige Arbeitslose? Was soll man damit überhaupt tun? Gibt es hier überhaupt Jobs?“ Ich habe mich aber nicht beirren lassen,   denn ich bin schon seit meiner Kindheit fasziniert von der Vergangenheit. Seit sie Ötzi, die Eis Mumie, gefunden haben war ich Feuer und Flamme für alte Sachen, für Geheimnisse der Vergangenheit und dieses Studium war genau das und hat das genau vereint. Ich bin also meiner Leidenschaft treu geblieben und habe es einfach gemacht und dieses Studium abgeschlossen. Ich habe dann auch mit toten Menschen sehr viel gearbeitet, also Skelette bestimmt von archäologischen Ausgrabungen, Sterbealter, Geschlecht, Pathologien, was man da so alles ablesen kann. Und, naja, irgendwann habe ich mir dann auch gedacht: „Na gut, es ist ein bisserl tot, was ich hier mache. Also ich arbeite nicht nur gerne mit toten Menschen, sondern auch mit lebendigen Menschen.“

Wenn es keinen Job gibt, dann mache ich ihn mir einfach selbst. Ich habe mir ArchäoNOW überlegt, ich bin in der Stadt auch herumgegangen. Ich bin ursprünglich aus Oberösterreich und Wien war für mich ein Mysterium und immer spannend. So gelesen habe, die ganzen Geheimnisse, die ganzen Details, die sind noch erhalten in der Innenstadt, die möchte ich vor Ort sehen. Die kann icabe ich mir dann gedacht, diese ganzen Orte, von denen ich in Büchern h immer noch entdecken, ich kann sie erleben und ich kann eben Entdecker sein. Und das möchte ich auch meinen Kunden und unseren Teilnehmern mitgeben und möglich machen, dass sie mal Geheimnisse lüften, ihren Entdeckergeist wecken und auf Entdeckungsreise gehen können.

Dann gibt es manche Situationen, da gehen Leute so intensiv auf Entdeckungsreise, dass sie die ganzen Sachen (wir geben den Leuten ja auch immer etwas mit, wenn sie auf Tour gehen, damit sie das Material haben, um Geheimnisse zu lüften, die man dann wieder absammelt eigentlich) dass sie die gar nicht mehr her geben. Da gab es tatsächlich eine Situation, da ist der mit den Sachen davongelaufen und ich musste ihm nachlaufen und sagen: „Jetzt geben Sie mir aber schon diese Sachen wieder zurück, wir brauchen die noch!“ Da hat er gesagt: „Das habe ich jetzt gemacht und ich will das behalten.“ Das war schon ein bisschen schräg, da wusste ich den dem Moment gar nicht, was ich jetzt mache. Ich brauchte diese Sachen wieder zurück.

Wer hat Sie erleuchtet?

Inspiriert bin ich immer wieder gewesen durch verschiedene Persönlichkeiten. Also ich finde Leute spannend, besonders auch Frauen, die ihren Weg gehen, die es einfach machen, die sich trauen. Also Menschen, die Mut haben einfach es zu tun, so zu sagen, und loszulegen und nicht Angst haben zu scheitern. Dass sie ihre Angst überwinden und große Innovationen dadurch entstehen lassen können. Das fasziniert mich irrsinnig, wenn Menschen so dahinter sind und sich trauen.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Man hat mir damals nicht zugetraut, oder niemand hat es für möglich gehalten, wahrscheinlich, dass man mit diesen alten, verstaubten Vergangenheitsgeschichten – dass man daraus noch irgendetwas erblühen lassen kann, dass man da Licht hineinbringen kann und dass man es erlebbar machen kann. Und dass es durchaus super spannend sein kann.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

erLEUCHTEnd erzählt finde ich eine spannende Idee, weil man hier mal die Möglichkeit hat die Storys von Chefs zu hören, in die Geschichten persönlich einzutauchen und hier ein Raum geschaffen wird in dem man sieht, dass das auch nur Menschen sind

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Für die Lampe habe ich mich entschieden, weil ich ja doch in der Vergangenheit oft unterwegs war in düsteren Umgebungen war, wie zum Beispiel in den Katakomben oder man doch als Archäologe auch viel in der Erde zu tun hat und diese kleine Maus bringt für mich Licht in die dunkle Vergangenheit.

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