Martin Binder-Managing Partner von BG&P-„Grisu der kleine Steuerberater“

Heute bei "Erleuchtend erzählt" : Martin Binder Geschäftsführer bei BG&P

…zum mithören!

… zum mitlesen! (Original Transkript vom Interview mit (Martin Binder)

Heute zu Gast bei erleuchtend erzählt…

Martin Binder, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in der BG&P Binder Grossek Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung GmbH, hier in Graz am Neufeldweg.

Ihre Story

Gut, ich hatte das Glück von Beginn an immer zu wissen, was ich mal werden möchte. Ihr kennt sicherlich den kleinen Drachen Grisu, der immer Feuerwehrmann werden wollte. Und ich wollte immer Steuerberater werden. Viele denken, dass das wahrscheinlich ein langweiliger Beruf ist, denn da tut sich nichts. Aber das kann ich nicht bestätigen, und mittlerweile bin ich doch schon 30 Jahre, in irgendeiner Art und Weise, in diesem Büro tätig. Es tut sich nämlich tagtäglich etwas. Es gibt täglich neue Herausforderungen und Erlebnisse. Und meine Geschichte, die ich euch eigentlich erzählen möchte, ist mehr als ein Hoppala – es war fürchterlich peinlich, es war ein Fehler zu Beginn meiner Karriere. Nur diesen Punkt will ich euch schließlich mitgeben: Aus Fehlern kann man lernen, und das ist das Entscheidende.

Wir als Steuerkanzlei machen neben Steuererklärungen und Jahresabschlüssen auch Betriebsprüfungen. Wir begleiten unsere Klienten bei dieser heißen, wichtigen, herausfordernden Phase der Betriebsprüfung, ganz nach dem Motto: Der Klient hat alles richtig gemacht. Ich wollte natürlich meinen Vater beeindrucken, damals, als ich hier eingestiegen bin. Ich habe jedoch Betriebswirtschaftslehre nie fertig gemacht, sondern habe in Graz Rechtswissenschaften studiert und Buchhaltung in der Bundeshandelsakademie mitbekommen. Das war ein sehr wichtiges Stadium in meinen Leben. Dann habe ich noch ein postgraduales Studium in England und Frankreich gemacht. Und dann, im Jahre 1999, bin ich in die Kanzlei eingestiegen und dann kam gleich mal so eine Betriebsprüfung daher. Da wollte ich meinen Vater beweisen, dass ich das kann.

Zwei Prüfer, nennen wir Sie Person A und B, kommen also daher. Die werden sich sicherlich noch erinnern, an meinen ersten Betriebsprüfungsauftritt und an meinen damaligen Klienten, ein kleiner Einzelunternehmer. Ein sehr netter Klient übrigens, der auch heute noch mein Klient ist – ich habe es also gut überlebt. Jedenfalls kamen die beiden Betriebsprüfer an und stellen schon zu Beginn die ersten unangenehmen Fragen. Das peinliche daran war für mich, dass ich nicht so gut vorbereitet für diesen Fall bzw. diese Thematik war. Die Betriebsprüfer hatten mich dann auch darauf hingewiesen. Auf viele fachliche Themen, die ich nicht bedacht hatte. Erfreulicherweise, denn der Klient hatte das alles nicht so mitbekommen. Ich dachte mir nur: Daran hätte ich denken müssen, da hätte ich mich viel besser vorbereiten müssen. Aber das Ergebnis dieser Betriebsprüfung war für den Klienten völlig in Ordnung. Es hat lediglich eine kleine Steuernachzahlung gegeben. Für mich war das Ergebnis aber nicht so berauschend, im Gegenteil, ich war sehr niedergeschlagen und am Boden zerstört. Denn ich hatte einen großen Fehler gemacht. Den galt es in Zukunft, in den nächsten Jahren meines Steuerberaterdaseins, jedenfalls zu vermeiden. Ich musste mich besser vorbereiten und die Klienten besser begleiten, um bessere Erfolg zu erzielen. Mit den besagten Prüfern pflege ich mittlerweile eine gute Bekanntschaft, denn wir haben uns mehrmals bei weiteren Betriebsprüfungen gesehen. Ich war bei den darauffolgenden Betriebsprüfungen auch wesentlich besser vorbereitet. Der Klient, wie vorhin bereits erwähnt, ist auch heute noch mein Klient und darüber bin ich sehr froh. Aus seiner Sicht war ich ja auch gar nicht so schlecht. Nur für mich war es damals nicht der große Renner, als ich diese Betriebsprüfung abgeschlossen hatte. Was ich hiermit vermitteln will, und was ich damals auch für mich mitgenommen habe: Ich habe aus diesem Fehler, denn für mich war es ein Fehler, sehr viel Gutes gelernt und in die Zukunft mitgenommen. Mein Vater hat mir damals noch auf die Schulter geklopft und gesagt: „Beim nächsten Mal machst du das besser.“ Weil man ja auch dem damaligen Chef, also meinen Vater, erzählt hatte, wie es gelaufen war. Das habe ich für mich mitgenommen. Zum zweiten Punkt: Ziele haben. Wenn ich in eine Betriebsprüfung hineingehe, dann habe ich beim nächsten Mal immer ein Ziel vor Augen. Ein klares Ziel: Wo möchte ich hin? Wie will ich meinen Klienten begeistern, damit wir im Falle einer Betriebsprüfung gut aussteigen?

 

Welcher Chef hat Sie erleuchtet?

Das war eindeutig mein Vater. Er war immer Steuerberater. Seitdem ich auf der Welt bin war er nur Steuerberater. Mit einem Vorteil, denn er war vorher auch Finanzbeamter. Er hat also auch die andere Seite kennengelernt. Das kannte ich ihn natürlich noch nicht. Das war mein großes Vorbild, wie ich eingangs erwähnt hatte: So sehr wie Grisu Feuerwehrmann werden wollte, wollte ich Steuerberater werden. Und das habe ich bis zum Schluss auch so umgesetzt.

Eine zweite Person, sie wird jetzt vielleicht Schluckauf bekommen, wenn ich ihren Namen erwähne, war Frau Professorin Reichel in der HAK Grazbachgasse. Sie war meine Professorin für Rechnungswesen. Ich wollte sie vor kurzem zum „30-jährigen-Matura-Jubiläum“ treffen, aber Corona bedingt, hat sich das verschoben. Sie war eine Wegbegleiterin für mich. Sie hat mir die große Liebe zur Buchhaltung, und am Ende des Tages zur Steuerberatung, geebnet. Das war damals wirklich eine tolle Zeit in der HAK, wo man diese Dinge, dieses Basiswerkzeug sozusagen, kennengelernt hat.

 

Was gefällt Ihnen an erleuchtend erzählt?

Wir wollen alle perfekt sein und wir sind ja auch perfekt. Aber es passieren uns viele Dinge auf dem Weg dorthin. Und ich glaube, wenn man solch ganz persönlichen Dinge mal kundtut, dann wird man noch ein bisschen menschlicher. Diese Erfahrungen und Gedanken mitzugeben, also anderen Damen und Herren und Personen, kann sehr interessant sein. Das war auch der Grund hier mitzumachen. Diese Information und Mitteilung auch an Mitarbeiter im eigenen Haus weiterzuleiten, um zu zeigen: Bei uns menschelts – wir sind alle nur Menschen und wir versuchen tagtäglich nur das Beste zu machen.

 

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich habe mich für den Smiley entschieden. Denn auch wenn unser Job hin wieder mal sehr ernst sein kann, ist es das Wichtigste am Ende des Tages hinauszugehen und den Tag zusammenzufassen bzw. revuepassieren zu lassen. Und in den überwiegenden Fällen eines Tages, oder auch innerhalb einer Woche, mit einem Lächeln hinauszugehen. Ich habe vieles erreicht und ich habe meine Klienten begeistert. Wir haben tolle Dinge mit unseren Mitarbeitern erledigt. Wir haben Erfolge erzielt und wir haben viel Neues gelernt. Wir lernen jeden Tag dazu und das mit einem Lächeln im Gesicht, das ist das Schönste und Beste, was uns passieren kann.

 

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