Trotz Jägermeister zur Lehrstelle

Erwin Narrnhofer

Geschäftsführer Bretterklieber Hoch-& Tiefbau

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Erwin Narrnhofer. Ich bin Geschäftsführer und zu 50% Eigentümer der Firma Bretterklieber Hoch- und Tiefbau GmbH.

Was ist Ihre Story?

Die Entscheidung, mich an dieser Firma zu beteiligen, fiel damals, als es galt einen Nachfolger zu finden, da der damalige Geschäftsführer mit 76 Jahren in Pension gehen wollte. Ich stamme aus dieser Region ab und mir ist wichtig, dass die ca. 80 Mitarbeiter in der Region einen Job finden. Somit ist das ökologisch und sinnvoll, um kurze Arbeitswege zu haben. Wir bilden jährlich ungefähr drei bis fünf Lehrlinge aus und suchen diese hauptsächlich in der Region, sodass sie kurze Anfahrtswege vom Wohnort bis hierher in die Firma haben. Und von da weg, wo wir auf unsere Baustellen fahren.

Ein lustiges Ereignis vielleicht dazu: Vor vielen, vielen Jahren haben sich sehr, sehr viele Lehrlinge beworben. Da waren wir noch in der glücklichen Lage, für drei Lehrlinge 12 bis 15 Bewerbungen zu bekommen. Da hatten wir, aufgrund unseres Aufnahmetestes, einen der Besten, aber einen der … naja, sagen wir einmal, einen nicht ganz so Unumstrittenen aufgenommen. Kurz vor Beginn der Arbeiten zum Schulschluss hatten wir eine lustige Information bekommen, dass die jungen Herren einen Jägermeister in der Schule getrunken haben sollen und diesen haben sie dann in den Mistkübel geschmissen und das Lehrpersonal hat diesen entdeckt. Da haben sie gemeint, dass die Schüler unverantwortlich seien. Das war dann für uns zwar nicht schlimm, für die Lehrer war es ganz schlimm, für uns war es lustig. Wir haben uns trotzdem für ihn entschieden und haben diesen Herren damals aufgenommen. Wobei wir heute noch über diese Entscheidung sehr froh sind, denn er hat sich heute weiterentwickelt und ist in unsere Firma mittlerweile ein sehr erfolgreicher und guter Vorarbeiter geworden. Also, es sind nicht immer die Braven die Besten, oder die Schlimmsten die Besten. Man muss aus dem Bauchgefühl heraus manchmal die richtige Entscheidung treffen. Ist schwierig, es ist uns gelungen.

Wer hat Sie erleuchtet?

Die Berufsentscheidung mit 15 Jahren war für mich auch nicht leicht. Ich hatte einige, verschiedene Berufe im Visier. Da waren eigentlich schon mein Vater und mein Bruder Zimmerer, alle eigentlich sehr erfolgreich. Irgendwann habe ich mich auch für das schöne und gut riechende Material entschieden und habe die Zimmererlehre begonnen, wo ich mich dann zum Zimmermeister, und in Jahren später, zum Baumeister weiterentwickelt habe. Inspiriert haben mich, bis zu einem gewissen Grad, meine Voreigentümer, die mir auch die Möglichkeit gaben, mich in diesem Unternehmen weiterzuentwickeln, bis zu dem wo ich heute bin.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Das ist eine gute Frage. Wir wollen natürlich auch andere Jugendliche ermutigen in die Lehre zu gehen und einen guten Weg zu beschreiten. Wir wollen auf diesem Medium Jugendliche erreichen, damit sie sehen, dass wir in der Geschäftsführung und in Büros nicht biedere Arbeitgeber sind, sondern eigentlich die Kumpels und Freunde unserer Mitarbeiter sind. Und ich glaube das kann man auf diesem Weg am besten vermitteln.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Für diese Lampe habe ich mich entschieden… Ich komme aus einer Generation, in der wir noch mit Beischrift und Tusche gezeichnet haben. Diese Lampen haben mich jahrelang begleitet in Tag- und Nachtstunden, wenn man irgendwelche Pläne oder Entwürfe und Einreichpläne gezeichnet hat. Ich finde auch eine Lampe erzeugt auch… Man sagt, wo Licht ist, ist Schatten und wo kein Schatten ist, ist kein Licht, deshalb ist eine Lampe wichtig und diese Lampe hat für mich eine Geschichte.

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