“Kick zur Karriere”

Erich Steinreiber

Geschäftsführer ISS Facility Service Österreich

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Erich Steinreiber und ich bin Geschäftsführer der ISS Facility Service in Österreich.

Was ist Ihre Story?

Ich bin als elfjähriger mit meinem besten Freund damals vor einer wichtigen Entscheidung gestanden. Wir sind in die Volksschule gegangen und kamen aus einer ganz kleinen Ortschaft mit dreitausend Einwohnern und wir haben gesagt: “Okay, was machen wir gemeinsam?”
Wir haben viel Freizeit miteinander verbracht und haben uns dazu entschieden in ein Gymnasium zu gehen, welches von unserer Heimatgemeinde so ca. ein halbe Stunde Autofahrt entfernt war. Der Entscheidungsgrund war eigentlich ein ganz simpler: Wir waren dort einmal und haben uns die Schule angesehen. Wir haben dabei nicht an die Schule gedacht, was uns dort bevorsteht, sondern wir haben dort tolle Sportplätze gesehen. Wir waren beide begeisterte Fußballer und haben beide gesagt: “Auf so einem Sportplatz haben wir noch nie gespielt! Da müssen wir unbedingt hin!”

Wir sind in diese Schule gekommen, als elfjährigen von zu Hause weg, und diese Schule hat auch mein Leben später geprägt. Es war ein Gymnasium, dort gab es ab der 1. Klasse für elfjährige, einmal im Monat ein Heimfahrtswochenende und einmal einen Besuchssonntag. Es war eine katholische Schule. Und in der ersten Klasse hatte ich wirklich Heimweh, habe viel geweint, mein Bruder …., der ist weggefahren immer wieder, dann habe ich wieder geweint. Also das erste Jahr war extrem schwierig. Ich hatte dann auch eine Nachprüfung. Ab der zweiten Klasse ist es dann halbwegs gegangen. Das Fußball, diese Leidenschaft, hat mich aber immer begleitet. Und ich war, so sagte man es mir nach, ein großes Talent damals, so als fünfzehnjähriger. Als sechzehnjähriger habe ich dann schon in der Kampfmannschaft gespielt und mein Heimatverein, wo ich spielte, der hat mich am Wochenende oft, wenn es weder Heimfahrtswochende noch Besuchssonntag war, heimlich von der Schule abgeholt. Ich bin am Nachmittag hinaus, über den Zaun gekraxelt und habe Fußball gespielt. In der Schule wussten das nur ein bis zwei Leute. Das ist ein bis zwei Jahre gut gegangen. Dann hatten wir einmal Spiel und da wurde ich schwer verletzt. Da war ich im Spital und anschließend haben sie mich vom Spital in die Schule gebracht. Dort ist das Ganze dann aufgeflogen. Dann habe ich zwei Monate nicht nach Hause fahren dürfen, weil ich es niemanden gesagt habe. Das war so meine Schulzeit. Kurz vor der Matura, war ich damals in einem Verein, der in der zweithöchsten Klasse in Österreich gespielt hat und dieser wollte mich unbedingt verpflichten. Als siebzehnjähriger natürlich: Fußball, mein Traum! Da will ich hin! Aber meine Eltern haben das nicht zugelassen und haben zu mir gesagt: “Nein, mach die Schule fertig!”. Wir haben daheim natürlich einen großen Stress gehabt.

Mein Bruder hat mir natürlich beigestanden und gesagt, nein, gebt ihm die Chance – die kriegst du nur einmal. Letztendlich habe ich es nicht gemacht. Ich habe dann die Matura fertiggemacht und bin dann nach der Matura ins Studium. Ich habe Sport und Mathematik studiert. Doch der Fußball hat mich nach wie vor begleitet. Durch den Fußball habe ich auch den damaligen Sohn des Gründers der ISS Österreich kennenglernt, so bin ich schließlich in diese Firma gekommen. Heute bin ich froh und Geschäftsführer. Als Fußballer wäre ich wahrscheinlich schon in der Fußball-Pension oder was auch immer mir bevorgestanden wäre. Aber ich bin froh, dass mich meine Eltern damals gezwungen haben die Matura fertig zu machen, denn man sieht immer wieder, eine gescheite Ausbildung bringt dir was, auch im Berufsleben. Das hat mich geprägt. Auch das Elternhaus, diese bisschen strenge Erziehung, das Gymnasium, einmal im Monat nach Hause fahren, dadurch habe ich auch viele Freunde verloren, denn du bist dann einfach weg von der Gesellschaft. Aber ich habe dann viele Freunde im Berufsleben gewonnen und bin froh, dass es so geschehen ist, wie es gewesen ist. Das ist so meine Story.

Wer hat Sie inspiriert?

Ich habe mir etwas von den Chefs abgeschaut, die so waren, wie ich nie sein wollte. Also ich habe immer gesagt, dass ich so nicht sein will, wenn ich mal Chef bin. Ich habe von denen mehr gelernt, habe dann gesagt, das und das will ich nicht so machen und sein und ich glaube das hat mich im Berufsleben bis heute geprägt. Ein richtiges Vorbild, im Sinne von so will ich sein, eher so will ich nicht sein, und das habe ich dann versucht so nicht zu sein.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich mach deshalb mit, weil gerade in unserem Geschäft Menschen den Unterschied ausmachen. Wir sind im People-Business und für mich ist immer wesentlich, auch wenn ich bei Kunden bin, Kunden Stories zu erzählen von Menschen, die ich erlebe oder die jeden Tag was machen, als irgendwelche großartigen Präsentationen. Gehört teilweise dazu, aber ich glaube, wenn Menschen sprechen, sagt das viel mehr aus, als Bilder zeigen.

Wieso haben Sie sich diese Lampe entschieden?

Für diese Lampe habe ich mich entschieden, weil sie das wiederspiegelt, was bei uns im Unternehmen gelebt wird. Wir schauen immer, wenn wir einen Wandel machen, auf die Tradition. Sie erinnert mich an meine Großmutter und meinen Großvater, die auch so eine alte Lampe rumstehen hatten. Wir versuchen immer das Gute aus der Vergangenheit mitzunehmen und neu zu gestalten. Darum habe ich mich für diese Lampe entschieden.

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