Das Alter ist nur eine Hausnummer

Christoph Hausegger

Geschäftsführer Woche Steiermark

Das Video
Teilen
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Schau, was ich gefunden habe, mach da mit!
Zum Mithören...
Zum Mitlesen...

Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Christoph Hausegger. Ich bin Geschäftsführer der Woche Steiermark, einem Regionalmedium in der Steiermark, wöchentlich in jedem Haushalt und jeden Tag online auf meinbezirk.at.

Was ist Ihre Story?

Meine Story geht zurück zum Beginn meiner Rolle als Führungskraft, als Geschäftsführer. Als ich Geschäftsführer geworden bin war ich 26-27 Jahre alt. Ich bin damals in ein Unternehmen gekommen, in dem 3/4 der Belegschaft älter waren als ich. Also es waren 35 bis 40 Mitarbeiter, 3/4 davon älter als ich. Mir persönlich ist Alter komplett egal, also für mich hat Alter noch nie eine Rolle gespielt, weder in der Vergangenheit noch jetzt. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe sogar extra nachgeschaut, wie alt ich bin, weil ich vergesse, immer wieder wie alt ich tatsächlich bin. Mir war aber bewusst, dass den meisten Menschen Seniorität, nicht am Herzen liegt, aber für sie eine Rolle spielt und die Leute auf Alter einfach achten. Genauso war es in dem Unternehmen auch, dass doch einige Mitarbeiter sich schwergetan haben, so ein junger Geschäftsführer zu haben.

Ich kann mich noch gut erinnern, am Ende vom ersten Jahr im Rahmen vom Mitarbeitergespräch mit einem Kollegen, der Ende 50 war. Er hat mich angesprochen und hat gesagt, ja, er hat sich schon schwergetan als er gehört hat, dass ich Geschäftsführer werde, weil er mich nicht gekannt hat und so ein junger Geschäftsführer… meine Vorgängerin war in seinem Alter und eigentlich hat er sich immer vorgestellt er wird mit ihr gleichzeitig in den Ruhestand gehen und was bedeutet das jetzt für die letzten Jahre seiner beruflichen Laufbahn. Dann ist mir ein Satz so im Kopf geblieben. Er hat dann gesagt: “Weißt du, Christoph, du könntest ja mein Bua sein.”, also das heißt er hat eigentlich sagt, sozusagen, du könntest mein Sohn sein und insofern ist es irgendwie komisch, dass du jetzt mein Chef bist. Wir sind aber sehr gut miteinander ausgekommen und so haben wir dann die nächsten 3 bis 4 Jahre miteinander gearbeitet.

Schlussendlich ist er dann in den Ruhestand gegangen und an seinem letzten Arbeitstag ist er zu mir ins Büro gekommen und hat mir unter vier Augen gesagt, es ist ihm ein Anliegen, dass er mir noch was sagt. Er hat gesagt, er möchte sich bedanken, weil in seiner gesamten beruflichen Laufbahn hat er nie einen Vorgesetzten gehabt, wie mich. Das war für mich, in dem Moment und auch heute noch, extrem berührend, weil es ihm einfach persönlich ein Anliegen waren nochmal Danke zu sagen. Ich glaube, das hat mich einerseits berührt und andererseits hat es mich sicher auch geprägt oder bestätigt meinen Weg weiterzugehen, so wie ich hingehe sehr offen zu sein, sehr klar zu sein, fair zu sein, aber ich glaube trotzdem sehr bestimmt in meinem Führungsstil, aber den Leuten einfach so Orientierung zu geben. Dass das begleitet mich bis heute und ich sehe es sehr positiv. Für mich war es ein Learning, dass wir alle uns viel öfter vornehmen müssen, offen zu seiner, nicht zu eindimensional zu denken und offen für alles zu sein. Das nicht nur im Bereich des Alters.

Wer hat Sie erleuchtet?

Ich muss sagen, ich tue mir schwer einen einzelnen Namen zu nennen. Ich bin generell jemand, der sehr stark reflektiert. Mein eigenes Tun, aber auch das Tun anderer. Ich versuche wirklich jeden Tag zu lernen und ich glaube man kann einerseits Positives lernen, man kann aber auch ganz oft auch lernen, wie man es vielleicht selbst nicht machen will. Das ist das, was ich für mich einfach ganz, ganz oft mitgenommen habe. Generell sind sicher Führungskräfte für mich Menschen, die Leidenschaft die Begeisterung zeigen, die wahren Leadership zeigen und es schaffen “out of the box” zu denken, Dinge zu denken, die komplett neu sind, die anders sind. Eine Person, die mir vielleicht einfällt, ist der Dejan Jovicevic, CEO und Gründer vom Brutkasten.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Aufgrund meiner Größe, dass ich leidenschaftlicher Basketballspieler bin.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Geschichten und Storys sind unser Leben. Geschichten gehören erzählt, damit man sie hören kann und deshalb freut es mich heute eine Geschichte zu erzählen.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Eine Affenlampe. Der Affe ist neugierig, lebt gerne in Gesellschaft, in einer Gruppe, trotzdem ist jeder einzelne ein Individuum, hat seinen Charakter, seine Seele und ich glaube das ist das, was eine Gruppe schlussendlich ausmacht und das ist das, was auch wichtig in einem Unternehmen ist. Und zweitens sind das Lampen, die meine Frau und mich schon seit Jahren begeistern und unsere 22 Monate alte Tochter hat jetzt die hängende Version davon im Kinderzimmer ihrem im Bett hängen.

Teilen
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere tolle Geschichten

“Wofür stehen wir?”

Alfons Fanta

Geschäftsführer apsa personnel concepts
Georg Tilg Captura Group Erleuchtend Erzählt im Interview bei Erleuchtend Erzählt

“Die Schuhschachtel-Methode”

Georg Tilg

Eigentümer Captura Unternehmensgruppe