Boris Gloger – Eigentümer von Boris Gloger Consulting – „Aus Physik wird Philosophie“

Heute bei "Erleuchtend erzählt" : Boris Gloger Eigentümer von Boris Gloger Consulting

…zum mithören!

… zum mitlesen! (Original Transkript vom Interview mit (Boris Gloger)

Heute zu Gast bei erleuchtend erzählt…

Ich bin Boris Gloger, Gründer, Eigentümer und General Manager von Boris Gloger.

Was ist Ihre Story?

Die Story ist eine Geschichte aus meiner Universitätszeit, als ich vielleicht die größte Beschämung in meiner gesamten Karriere – oder überhaupt in meinem ganzen Leben – erfuhr.  Stellen Sie sich einen Physikstudenten vor, der als vierzehnjähriger, unbedingt Physik-Nobelpreisträger werden wollte. Dieser Student geht also an die TU-Darmstadt, um dort Physik zu studieren. Und nach dem 3. Semester kommt er in das Fach „Theoretische Mechanik“, also Mechanik 2. Mechanik 2 ist ein relativ kompliziertes Fach, da musste man ganz viel Mathematik lernen aber der Professor sagte, dass man die Lösungen „eh einfach sehen“ kann. Also schrieb er eine riesige Gleichung an die Tafel und erzählte uns, wie man „leicht“ erkennen kann, dass sich das Doppelintegral in irgendwas auflöst. Ich habe es schon wieder vergessen, völlig egal was es war. Und naiv, wie klein Boris eben damals war, meldete er sich von den 160 Leuten im Raum freiwillig, im großen Auditorium, zu Wort: „Herr Professor, ehrlich gesagt, ich sehe das nicht so leicht, keine Chance.“ Der Professor (den ich wirklich verehrt hatte und dessen Fach ich so großartig fand) stellte sich hin und sagte: „Naja, wenn Sie es jetzt noch nicht sehen können, dann sind Sie hier wahrscheinlich falsch.“ Der hatte gesessen, der Tiefschlag. Ich bin dann tatsächlich drei Monate nicht zur Uni gegangen. Also es war wirklich, wirklich schlimm für mich. Und als ich dann doch wieder in die Uni ging, war da ein Kommilitone, der zu mir sagte: „Komm doch mal mit in die Physik Vorlesung.“ – „Wie, welche Physikvorlesung?“ – „Entschuldige, nicht Physik, ich meine Philosophievorlesung. Komm einfach mal mit“, sagt er, „macht bestimmt Spaß!“ Ich dachte mir: „Okay, dann gehe ich mal mit.“ Dort traf ich dann tatsächlich eine der schönsten Frauen, die ich jemals gesehen hatte. In dieser Philosophie Vorlesung. Und das war die Professorin. Naja, Ende vom Spiel: Ich bin dann Magister der Philosophie geworden und kein Physiknobelpreisträger.

Welcher Chef hat Sie erleuchtet?

Die Frage ist völlig irre, weil eingefallen ist mir dazu ein Film. Als ich ein kleiner Junge war, sechs oder sieben Jahre alt, gab es immer Sommer-TV in Deutschland. Also die Kids, die nicht wegfahren durften, konnten da Fernsehen schauen. Dort kamen immer alte Filme, unter anderem auch ein Film mit Burt Lancaster. In diesem besagten Film ging es darum, dass er Testpilot war und eines dieser Testflugzeuge abgestürzt war. Die Leute unten riefen: „Steig aus, steig aus, steig aus!“ Aber er sagte: „Nein, man geht immer den harten Weg.“ Und so beginnt dieser Film und zeigt, wie er immer den harten Weg geht. Es ist nur ein Film, klar, aber er war so prägend für mich, dass ich sogar während des Abiturs sagte, dass ich die Kurse nehmen werde, die ich nicht kann. Diese Idee, immer den harten Weg zu nehmen, sich also nicht aufhalten zu lassen, hat mich soweit getragen, dass ich heute da bin, wo ich bin. Auch diese Firma ist nicht dadurch entstanden, weil ich es mir leicht gemacht habe. Insofern war es Burt Lancaster.

Was gefällt Ihnen an erleuchtend erzählt?

Ich mache hier mit, weil ich die Idee gut finde, Storys zu erzählen. Man hat mir mal gesagt, dass das Besondere immer das persönliche ist, also sich mal persönlich darzustellen. Das ist glaube ich ganz wichtig, in so einer Zeit, wo es um schöne Bilder, Plastik, Hochglanz etc. geht. Und ja, wir machen das auch, man erkennt das an der Tatsache, wie es hier aussieht. Wir wollen auch chic sein. Aber am Ende des Tages geht es um die Stories, die man erlebt hat. Und das wird hier vermittelt, das finde ich gut.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Die Lampe ist auf faszinierende Art und Weise ein Symbol für die „Idee“. Also die meisten Leute zeichnen ja Lampen, wenn sie Innovation zeigen wollen, also eine Glühbirne. Und das war mit ein Grund, warum ich mich für diese Glühbirne bzw. Leuchte entschieden habe. Es ist die Glühbirne, es ist einfach und bauhausmäßig, also form follows function.  

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