Flusswasser zum Frühstück

Andreas Hofer

Geschäftsführer Zeman Bauelemente

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Andreas Hofer. Ich bin Geschäftsführer der Firma Zeman Bauelemente ProduktionsgesmbH, ein Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Scheifling. Es ist ein familiengeführtes Unternehmen und ich darf auch sagen, dass ich Teil dieser Familie bin.

Was ist Ihre Story?

Das sind zwei Kurzgeschichten. Ich bin seit über 30 Jahren im Vertrieb und Sie können mir glauben, da sammeln sich schon einige Geschichten an. Vielleich, wenn ich nur zwei rausgreifen darf:

Einmal in der Ukraine hatten wir eine Vertragsverhandlung für ein sehr großes Gesamtunternehmen, wir bezeichnen das als Turnkey Unternehmen. Da durften wir die Planung und die Lieferung eines konstruktiven Stahlbauwerkes durchführen. Der damalige Kunde ist mit uns zum Finanzierungsgespräch zu einer Bank in Kiew gegangen. Der Bankeigentümer hat sich das angehört und hat gesagt: „Herr Hofer, so wie Sie das vortragen interessiert mich das sehr. ICH möchte das Projekt mit Ihnen machen.“ Und er hat in der Sekunde den anderen Geschäftsführer ausgeboten. Dieser hat dann schon einigermaßen doof geschaut und wir hatten plötzlich einen Bankeigentümer als Auftraggeber für dieses große Werk. Wenn Sie nach Kiew fliegen, sehen Sie gleich die dreischiffige Halle, ein 15.000 m2 großes Werk. Alle Hallen, die in Boryspil in Kiew Airport stehen,  wurden mit unseren Maschinen gebaut. Die Sache, die ich auch erzählen möchte… Wie es eben so im Vertrieb ist, wenn Menschen zusammenkommen und etwas feiern, trinkt man auch ein bisschen zu viel. Ist uns ja auch erfolgreich gelungen, am Ende dieses Tages. In der Früh bin ich zum Frühstück gegangen in den Frühstücksraum. Das war im 4. Stock eines Gebäudes in der Nähe des Flusses Dnepr. Der Kellner kommt auf mich zu, ich habe natürlich einen leichten „Brand“, wie man so schön sagt und wollte ein Glas Wasser bestellen. Der Kellner kommt und sagt (so wie ich es verstanden habe): „From river?“, also „Vom Fluss?“, da schaue ich ihn an und sage: „Sicher nicht vom Fluss!“. Ich schau da runter, dann schau ich ihn an und plötzlich leuchtet mir ein, das heißt eigentlich „Four Hrywnja“, was die Ukrainische Währung ist. Vier Hrywnja hätten damals 40 Cent gekostet. So kann man sich missverstehen. In Summe gesehen war das damals sehr erfolgreich und eine sehr lustige Angelegenheit.

Der Vertrieb treibt mich glücklicherweise in alle möglichen Länder – von Südamerika bis nach Japan. Dort gibt es tolle Kunden, eine tolle Kultur und tolle Menschen. Unter anderem durften wir in der Nähe von Tokio eine sehr, sehr große Maschine installieren. Die Japaner haben ein wunderschönes kulturelles Event, ein Zeremoniell bei der Einweihung der Maschine. Da muss auch der Verkäufer dieser Maschine gewisse Zeremonien einhalten. Es kam ein Priester, der diese Maschine einweihen sollte und da musste ich für diese Einweihung gewisse Schritte lernen. Nicht nur das, sondern die richtige Höhe des Ellenbogens, wie man richtig einen Bambuszweig überreicht… Das haben wir vier Stunden mit einem Besenstiel in einer Bar trainiert. Das war dem Kunden wirklich wichtig und auch uns natürlich, dass wir das ordnungsgemäß machen. Es ist dann wirklich sehr, sehr gut geglückt und der Kunde war sehr happy. Die Maschine wurde eingeweiht und funktioniert auch heute noch, weil sie eben so toll eingeweiht wurde. Uns ist das wirklich gut geglückt. Die Kultur ist sehr schön in Japan und auch diese Maschineneinweihung war ein tolles Erlebnis für mich.

Wer hat Sie erleuchtet?

Im Prinzip sind es eigentlich alle Menschen. Ich kann jetzt nicht einen herausnehmen. Geprägt wird man sicher ursprünglich vom Vater, muss ich ehrlich sagen. Er war immer ein guter Geschäftsmann. Er hat die Schläue gehabt im Vertragswesen und im Verhandlungswesen, da konnte ich glücklicherweise viel mitnehmen. Aber letztlich sind es alle Menschen, die einen begleiten 30 Jahre lang im Verkauf. Es geht um Menschen, es geht um Kulturen, es geht um jedes Gespräch, das man führt. Man lernt und man nimmt mit, man bringt sich ein und man darf nicht scheu sein. Man muss die Sprachen dann natürlich auch entsprechend beherrschen, aber all die Gespräche und das Zusammentreffen mit Menschen hat mich geprägt. Bestimmt auch auf einem Fundament, das meine Familie für mich bereitgestellt hat. Ich denke da an meinen Onkel, der zum Beispiel einen Heurigen geführt hat, der mich in den Sommermonaten den Wirt spielen ließ und das sind Dinge da kommt man mit Menschen zusammen. Da kann man auch gut mit Menschen reden.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Da brauche ich Sie nur anschauen, Frau Pfob, weil ich das Gefühl habe, dass Sie sehr viel positive Energie ausstrahlen. Das ist unser Geschäft. Denn unser Geschäft ist positive Energie. Das ist die Wärme und die Zwischenmenschlichkeit. Das hat mich sofort angesprochen, als sie mir das geschickt haben und ich diesen lustigen Fragebogen mit der Auswahl der Lampe gesehen habe. Da habe ich mir gedacht: „Das ist doch mal was Klasses.“ Ich denke, dass meine Mitarbeiter mich auch von meiner menschlichen Seite kennen, somit wird das keine große Überraschung sein. Aber das, was uns im Vertrieb und im Verkauf ausmacht, ist diese Menschlichkeit, die ich als Gespür und als Eindruck von Ihnen vermittelt bekommen habe.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Diese Lampe…naja…das deckt sich genau mit dem, was ich vorhin gesagt habe: Es ist freundlich, es ist nett, es ist ein Lachen, es sind offene Augen, lebensbejahend und nichts negatives. Das hat mich angesprochen und da stehe ich dazu!

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