Wofür stehen wir?

Alfons Fanta

Geschäftsführer apsa personnel concepts

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Ich bin Alfons Fanta, Gründer und Geschäftsführer der apsa personnel concepts. Wir sind ein IT-Personaldienstleister in Wien.

Was ist Ihre Story?

Ich habe lange überlegt, welche Story ich erzählen soll und habe beschlossen etwas über unsere Unternehmenskultur zu erzählen. Gerade im letzten Jahr haben wir gesehen, dass das ein Grundstock, ein Grundpfeiler ist, der uns sehr stark gemacht hat

Ich bin seit fast 25 Jahren selbstständig, habe verschiedene Unternehmungen gemacht und habe im Laufe dieser Jahre für mich entdeckt, das wichtigste ist Arbeitsumgebungen zu gestalten, in denen man sich wohlfühlt, wo man wertgeschätzt wird, wo er sich jeder entfalten kann, wo jeder sich weiterentwickeln kann. Wo man viel Spaß hat und vor allen Dingen, was mir sehr wichtig ist und was ich meinen Mitarbeiter*innen immer erzähle ist, dass man am Montag gerne zur Arbeit geht. Nicht, dass man sich am Sonntag denkt: „Puh, morgen ist Montag, da muss ich wieder arbeiten“.  

Ich habe im Laufe der Jahre viele Erkenntnisse sammeln dürfen – sowohl positive wie auch negative. Ich habe mit einem Start-Up begonnen. Wir haben in erster Linie begonnen uns zu festigen, uns zu entwickeln und überhaupt mal zu überleben und am Markt bestehen zu können. Man baut Strukturen aus, es kommen neue Mitarbeiter*innen dazu, man wächst, das Daily Business überrennt einen quasi und irgendwann fragt man sich: „Wofür stehen wir überhaupt?“. Dann habe ich gemerkt, dass es schwer ist im Nachhinein mit Gesellschaftern, mit Kolleg*innen darüber zu sprechen, weil alle sagen, sie haben keine Zeit, es laufe eh gut, warum brauchen wir das? Und die Werte im Nachhinein drüber zu stülpen, funktioniert auch nicht. Und auf Basis dieser Erkenntnis hat es einen Unternehmensbruch gegeben. Als wir 2014 die apsa neu gegründet haben, haben wir gesagt: „Diesmal machen wir es anders, wir fangen mit den Grundpfeilern an. Wir befassen uns zuerst mit unseren Werten.“ Wir haben einen Workshop gemacht und haben uns gefragt: „Was sind unsere Werte und passen die zusammen?“ Wir haben gemeinsam geschaut, was unsere Vision ist und haben sie formuliert und was unsere Mission ist und wofür wir stehen bis hin zu Diskussionen im Laufe der Jahre über den Sinn des Lebens und was der Sinn unseres Unternehmens ist. Man muss ja wissen, wofür wir stehen.

Im Laufe dieser Workshops haben wir mal unseren zentralen Anker gefunden und haben dann aber bemerkt oder dann beschlossen wir wollen nicht, dass dieser zentrale Anker oder diese Geschichte eine einmalige Geschichte bleibt, die dann vielleicht in 10-15 Jahren weitererzählt, so nach dem Motto die Gründerväter haben das und das erlebt, haben das und das beschlossen, sondern wir wollen, dass die Geschichte lebt und deshalb machen wir in halbjährlichem Rhythmus Strategie Reviews, wo wir uns als Gesamtunternehmen hinterfragen und hinterfragen unsere Werte, stimmen die noch überein? Es kommen neue Mitarbeiterinnen dazu, stimmen die Werte von diesem neuen Mitarbeiter mit unseren überein? Sehen die uns überhaupt als Externe auch so? Stimmen unsere Visionen noch? Wie wollen wir uns grundsätzlich weiterentwickeln?

Das spannende ist bei diesen Reviews, dass es logischerweise Veränderungen gibt in den Aspekten, die extern sind, aber die zentralen Werte nach wie vor immer gleich sind.

Da kann man zwei hervorheben: Das eine ist die Leidenschaft. Für jeden von uns ist es wichtig leidenschaftlich bei Arbeit zu sein, einfach den Spaß haben und wir verkörpern das, das spürt man. Also man ist leidenschaftlich, dann telefoniert man mit Kunden, mit Kandidaten, sprüht es weiter und erzeugt dann hoffentlich diese Art Schneeballsystem, dass der nächste auch wieder glücklich ist. Und der zweite, wichtigste vielleicht Überbegriff oder Wert ist das Vertrauen, was sich bei uns widerspiegelt zum Beispiel in den Arbeitszeiten, die komplett frei gestaltbar sind, je nachdem, wie es eben in eigenen Lebensbereich des jeweiligen passen. Klar, es muss eingehalten werden, wenn man sich was ausmacht mit den Team Kollegen, die gemeinsame Projekte haben. Das muss natürlich auch eingehalten werden. Und so, glaube ich, ist eine sehr starke Eigenverantwortung bei jedem entstanden, wo sich dann jeder Mitarbeiter wirklich wertgeschätzt fühlt, weil er sagt da kann so sein, wie er ist. Das ist authentischer.

Und der zweite Punkt in puncto Vertrauen, den ich auch gerne anbringe ist, dass sich bei uns jeder einbringen kann. Es kann jeder Ideen einbringen, es kann jeder Ideen umsetzen und wie auch immer die ausgehen mögen. Ich bringe dann immer das Beispiel, wir sind ein Boot und wenn man ein Loch macht, ist das okay, aber wenn das Loch herum so tief ist oder so groß ist, dass wir sinken, haben wir was falsch gemacht. Ganz wichtig eist, egal was man umsetzen will, egal was man machen möchte, es muss unseren Werten entsprechen.

Interessant ist, dass im Laufe der Jahre ich oft gefragt wurde, ob mir das leicht fällt, oder ob ich dann nicht die Mitarbeiter zu sehr involviere, ob da nicht zu viel Transparenz ist, oder ein Mitarbeiter wieder einmal geht und das Know-How mitnimmt. Wir verkörpern eigentlich die Philosophie, ich hoffe dass wir in der Zeit, in der wir zusammengearbeitet haben den Spirit so gut weitergeben konnten und unsere Werte so gut weitergeben konnten, dass das dann vielleicht, wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin sich anderswo hin entwickeln, was klar ist, dass sie dieses Bild mitnehmen und dann quasi unsere Vision weiterstreuen können.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, ich kann es jedem Unternehmen empfehlen sich wirklich intensiv mit diesen Grundpfeilern, mit den Werten der Vision oder Mission, oder was auch immer, dem Sinn der Arbeit auseinander zu setzen. Ich denke man wird überrascht sein, welchen Effekt das haben kann.

Wer hat Sie erleuchtet?

Das ist eine Frage, da habe ich wirklich lange überlegt, weil ich seit 25 Jahren selbständig bin und nie einen Vorgesetzten hatte, an dem ich mich orientieren konnte. Ich habe deshalb viel aus Bekanntschaften oder Leuten, die ich so kennengelernt habe. Ich muss sagen einer, der mich wirklich inspiriert hat ist der Bodo Janssen, der eben im Norden Deutschlands seine Hotelkette hat. Dann erkannt hat, nach einer sehr schlechten Mitarbeiterbewertung, dass eben wirklich das Zentrale ist, den Sinn zu leben, die Wertschätzung zu leben und hat sein ganzes Unternehmen umgekrempelt. Er erzählt das auch in den Geschichten. Also finde ich sehr spannend, auch diesen Wechsel. Und sonst gibt es viele, oder alle, die Geschäftsführung oder die Führung an sich so verstehen, dass man Arbeitsumgebungen schafft, um dann Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gestalten zu lassen. Das ist so die Persönlichkeiten, die mich inspirieren oder an denen ich mich orientiere.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Ich glaube alle, die mich kennen sagen ich bin eine ruhige, besonnene Person. Und ich glaube man traut mir nicht zu, dass ich wirklich aus der Haut fahren kann oder wirklich emotional reagieren kann. Aber ich kann’s.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Mir hat das Setting gut gefallen, mit Geschichten erzählen, ich erzähle auch gerne Geschichten. Und ich glaube das sind Punkte, die merkt man sich, man kann sie weitererzählen. Oder, wie auch in meiner Geschichte kurz erläutert, man kann sie weiterentwickeln und man kann Leute dazu einladen Teil der Geschichte zu werden, damit dann jeder auch ein Protagonist dieser Geschichte ist. Ich glaube deshalb hat mir das Setting gut gefallen.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich habe mich für diese Lampe aus zwei Gründen entschieden. Einerseits, weil sie blau ist und unsere Unternehmensfarbe verkörpert. Andererseits weil sie innen fest oder viel strahlt, aber ohne nach außen zu blenden. Ich glaube das verkörpert unser Sein, oder unser Unternehmen. Ich beleuchtete gern von Innen, ohne andere zu blenden.

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