Kannst nicht, gibt’s nicht!

Harald Gutschi

Geschäftsführer Unito

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Ja Hallo, ich bin der Harald. Harald Gutschi. Ich bin Sprecher der Geschäftsführung der Unito Otto Gruppe. Wir sind Österreichs größter Online Händler mit Sitz in Österreich, 450 Kolleg:innen in drei Märkten tätig, ein großer namhafter Online-Händler mit der Lead Marke Otto.

Was ist Ihre Story?

Ja meine Story ist, jeder Mensch kann aus seinem Leben etwas machen. Und Menschen sind einzigartig und besonders und ich kann das anhand meiner Werdegeschichte erzählen. Familie, 5 Kinder, Mutter hat sich vom Vater getrennt mit fünf Kindern, in den 70er Jahren, ganz schwierige Zeit, sehr ärmliche Verhältnisse, bin in die Volksschule gegangen, zweite Klasse wäre ich fast sitzengeblieben, hab ein Test machen müssen, ob ich in die Sonderschule komm, in der 4. Klasse Volksschule hat man mich in den zweiten Klassenzug der Hauptschule gegeben und da war das erste Mal, oder zweite Mal, nach diesem Test, den ich nicht bestanden habe, das Gefühl ich muss kämpfen in meinem Leben, damit was wird aus mir. Dann bin ich zum Direktor gegangen, 4. Klasse noch Volksschule, also erste Klasse Hauptschule und hab gesagt: “Ich will in den ersten Klassenzug kommen.” Obwohl die Mutter keine Zeit gehabt hat, bei fünf Kindern, Alleinverdienerin und dergleichen. Hab einen Test gemacht und bin tatsächlich in den ersten Klassenzug gekommen und in meinem Leben hat mich immer eigentlich begleitet, dass mir andere Menschen gesagt haben: “Du  kannst aus deinem Leben nichts machen. Du schaffst die zweite Klasse Volksschule nicht. Du bist für den 2. Klassenzug und nicht für den ersten Klassenzug vorgekommen.” Und selbst in der vierten Klasse der Hauptschule, hat die Lehrerin gefragt: “Wer will denn weiter Schule gehen?”, und da haben in der Klasse drei aufgezeigt, da war ich dabei und hat sie gesagt: “Gucci, du kannst es nicht.“ und es hat mich mein ganzes Schulleben begleitet. Im Chor hat die Chorlehrerin zu mir gesagt: “Gucci, tu so als würdest du mit singen, aber sing bitte nicht mit.” Und es hat mich aber, da gibt’s zwei Sachen: die eine Menschen verzweifeln dran und erreichen in dem Leben nichts mehr. Bei mir war es genau das Gegenteil. Ich bin an solchen Herausforderungen gewachsen und ich wollte aus meinem Leben was machen.

Und ich bin dann in ein Oberstufengymnasium gegangen in Eisenerz. Ich habe die Matura gemacht und je länger ich Schule gegangen bin, umso mehr Wissen, Können, Ehrgeiz habe ich entwickelt, habe dann Betriebswirtschaft studiert und am Ende mit Eins Komma noch was abgeschlossen, also sehr gut abgeschlossen und hab dann auch dieser Lehrerin meine Sponsionsnoten geschickt und dann hat sie mir zurückgeschrieben und hat gesagt, sie kann sich heute noch daran erinnern und es tut ihr echt leid, dass sie damals gesagt hat, eine Oberstufe ist für dich nichts. Und deshalb möchte ich mit dieser Story alle ermutigen, was aus ihrem Leben zu machen und das geht und lasst euch nicht abhalten davon, wenn andere Menschen euch runterziehen. Wir Menschen sind einzigartig, wir können so viel bewegen und wir können aus unserem Leben was machen, wenn man den Willen hat. Bei mir war es dann halt so, diese negative Erfahrungen haben zu einem unglaublichen Ehrgeiz geführt, aber zum positiven Ehrgeiz, nämlich das Leben für sich und die Familie anders zu gestalten, raus aus der Armut, rein sozusagen in Leistung, damit auch Anerkennung, damit natürlich auch positives Feedback.

Und dann war ich einmal Personalleiter bei Philips, nach dem Studium. Nach zwei Jahren habe ich mich entscheiden können, entweder beginnst du Golf spielen oder machst was Neues. Dann bin ich Geschäftsführer von Neckermann in Slowenien geworden. Eine Bill Gates Abwicklung. Da war eine Halle, wir haben zu dritt begonnen und aus dem ist ein riesiges Business entstanden. Und am Ende war ich nach wenigen Jahren für Osteuropa von Neckermann und Quelle zuständig, von Danzig bis Dubrovnik, mit 450 Millionen Euro Umsatz und fünftausend Kolleginnen und Kollegen und habe dann sogar in Frankfurt als Europachef von Neckermann und Quelle gearbeitet und wollten wieder zurück nach Österreich, weil Brot in der Heimat oft besser ist als Kuchen in einem fremden Land.

Und deshalb ist meine Story an alle die zuhören und zuschauen: Gestaltet euer Leben, glaubt an euch und umgebt euch mit Menschen, die euch helfen, die euch nach vorne orientieren, die euch Mut machen, die für euch einen wichtigen Beitrag im Leben leisten und natürlich, wenn ich was machen will, Leistung heißt schon auch viel Kraft, die man dafür aufwendet, aber für mich sage ich jetzt einmal, wenn ich so zurückblicke, ist es schon eine außergewöhnliche Story. Fünf Kinder, vier Schwestern, ein kleiner Sohn unter Anführungszeichen. Die großen Schwestern haben mir immer gesagt, was ich tun soll und ich habe das Gefühl aus meinem Leben wirklich viel gemacht zu haben und die Story ist: Seid ein bisschen mehr Kinder. Wenn ihr hinfallt, bleibt nicht liegen sondern stehts wieder auf und laufts weiter und das Leben hat so viele schöne positive Seiten und die sollten wir genießen und erleben und leben.

Wer hat Sie erleuchtet?

Mich hat auf meinem Weg unser Religionslehrer erleuchtet. In der siebten Klasse Oberstufengymnasium in Eisenherz, ist er mit der ganzen Klasse nach Graz gefahren und hat ein Wochenende an der Universität mit uns verbracht. Und da geht man in die Aula, du siehst dieses historische Gebäude, du siehst die Professoren im Talar, Direktoren,… und mich hat das so fasziniert, dass dieser Religionslehrer eigentlich dafür verantwortlich war, dass ich ein Studium begonnen hab. Bei meiner Familie war’s nicht üblich eine Matura zu haben, da war noch kein einziger Akademiker, da war auch niemand, der mir gesagt hätte: “Mach doch ein Studium!”, damals in den Anfang der 80er Jahren und dieser Religionslehrer, er ist leider schon gestorben, wir als Kinder waren echt schirch zu ihm, wir waren Krätzen, ich auch, und das tut mir heute noch leid. Aber ohne diesen Menschen, wäre mein Leben anders verlaufen.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Was traut man mir nicht zu… also ich bin bei Firmenfeiern meistens einer der Letzten, der nach Hause geht oder bei der letzten Gruppe dabei die nach Hause geht, da ist meistens fünf oder sechs Uhr am Morgen, also ich kann auch richtig feiern. Ich tanze gerne, traut man mir auch nicht zu. Ich lebe aber auch gesund. Ich ernähre mich extrem gesund, war schon dreimal in meinem Leben auf Ayurveda Kur in Sri Lanka und Indien, wo man sehr gesund isst, Yoga macht, ganz andere Facetten eines Lebens kennenlernt, als Manager und deshalb: was traut man mir nicht zu, ist eigentlich diese Breite zu haben – von Manager und seriös mit Aufsichtsräten und sag einmal Multimilliardären zu arbeiten bis hin mit Kolleg:innen per Du, wir sind alle per Du bei uns in der Gruppe, Spaß zu haben Freude zu haben, einer von ihnen zu sein und nicht nur der formale Geschäftsführer zu sein. Und diese Breite, die finde finde ich super und das macht mir auch Spaß.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich bin jetzt auch schon 57 Jahre, 35 Jahre im Berufsleben und irgendwann möchte man nicht nur arbeiten und Leistung erbringen, sondern auch anderen Menschen helfen. Und vielleicht inspiriert meine Story irgendjemanden und wenn nur eine Person sagt, ich will aus meinem Leben mehr machen und ich glaube an mich, dann war es für mich total erfolgreich und positiv und deshalb mache ich mit.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Die Lampe hat mir deshalb so gut gefallen, weil Holz als natürlicher nachhaltiger Rohstoff und diese helle Lampe, eine Einheit bilden. Und ich finde wir alle müssen nachhaltig sein. Und wenn wir nicht nachhaltiger leben, werden wir unsere Welt in dieser Form nicht behalten können. Wir haben keinen Planeten B und deshalb hat mich diese Lampe so animiert, nämlich nachhaltiger Rohstoff, helles Licht, sie zeigt den Weg der Zukunft und der heißt für uns ein nachhaltiges Leben mit Solarenergie, ökologisch, grün, gesund, positiv, mutig und mit Zuversicht. Und diese Lampe hat mir Zuversicht gegeben.

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