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Kai Dittmar

Geschäftsführer Metrica

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt:

Mein Name ist Kai Dittmar, ich bin Geschäftsführer der Metrica, die auf vier Standorten in der Welt Luxus-Inneneinrichtungen für Yachten und für Residenzen macht.

Was ist Ihre Story?

Ja meine Story ist eigentlich die Geschichte meines Lebens, wie ich zu dem Beruf gekommen bin, oder zur Position, wo ich heute bin. Wie wird man Geschäftsführer?

Vor 20 Jahren war ich als Vertreter der Lufthansa Technik AG in Münsterland bei der Firma Metrica. Diese Firma hat für uns damals Teile für ein Flugzeuginnenausbau geliefert, für eine 737 also schon ein etwas größeres Flugzeug und wir hatten dort ein Projektgespräch. Herr Ringler bat mich dann zu einem persönlichen Gespräch. Da habe ich mir überlegt, ja was will er jetzt? Will er mehr Geld, wird die Lieferung verspätet, hat er irgendwelche Nachforderungen, will er irgendwas am Vertrag ändern? Da ich Projektleiter und für den Einkauf zu diesem Zeitpunkt zuständig war bei der Lufthansa, da habe ich gesagt: „Gut, dann gehen wir jetzt mal mit dem Geschäftsführer in den Ring und diskutieren mal aus, wie jetzt die neuen Konditionen werden sollen.“

Dann hat er mich in sein Büro geholt, ist so ein ovaler Schreibtisch gewesen, so eine dreiecksform. Dann hat er mich gebeten hinzusetzen und dann hat er sich hinter seinen Stuhl gestellt. Ich war schon in eine absolute Abwehrhaltung, aber habe gedacht: „Gut, schauen wir was jetzt kommt.“ Er fragte: „Können sie sich vorstellen diesen Stuhl zu besetzen?“ Da war erstmal für mich im Kopf ein kurzer Moment des nicht-Denkens, weil da war ich völlig überrascht, weil die Opportunität jetzt plötzlich in einer solchen Unternehmung tätig zu sein und überhaupt sowas angeboten zu bekommen mit 32 Jahren, war schon für mich völlig überraschend. Ich war auf einer völlig anderen Spur. Ich habe darüber nachgedacht, 30 Sekunden lang, also gefühlte 30 Sekunden, vielleicht war es länger, ich weiß es nicht mehr so genau, habe mich entschieden und gesagt: „Warum nicht? Ab wann geht es los?“ In dem Moment konnte ich mir nicht vorstellen, dass er das ernst meint, aber auf einmal sagte er: „Ja, also von mir aus kann es gleich losgehen“.

Für einen Moment war ich völlig baff. Was hat sich daraus entwickelt, dass ich gerade vorletzte Woche mein 20-jähriges Jubiläum hatte. Herr Ringler, der jetzt schon in Rente ist, oder in Pension, trotzdem noch zwei weitere Unternehmen führt, Mitte 70 seines Alters, mir gratuliert hat und selbst nochmal reflektiert hat: „Es ist es wirklich schon so lange her, dass ich sie damals gefragt habe, ob sie nicht meinen Stuhl haben wollen.“ Dieser Stuhl ist inzwischen leider verschrottet, nach 15 Jahren konnte ich nicht mehr darauf sitzen, den Tisch habe ich noch, da sitze ich jeden Tag noch dran und jeden Tag werde ich daran erinnert, wie nach 20 Jahren sich diese Unternehmung von damals 46 Mitarbeitern, so um die 280 Metricanern, wie wir uns selbst nennen, entwickelt hat. Jetzt auch hier in Amlach in Kärnten, einem schönen Land, wo man bei Freunden zu Hause ist, wunderbar Urlaub machen kann, auch noch arbeiten darf und jetzt mit so vielen Menschen über all die Jahre dieses Unternehmen entwickelt hat.

Diese spannende Geschichte in einem Moment des Lebens, eine Chance haben sie zu ergreifen, sie umzusetzen und da auch noch Freude zu haben und 20 Jahre dabei zu bleiben, ist einfach jeden Tag eine neue Herausforderung.

Herr Ringler hat mich dann, eigentlich wollten wir nach drei Jahren, dass ich das übernehme. Wir haben dann sechs gebraucht, wofür ich sehr dankbar bin. Mal so eine Aufgabe zu übernehmen ist nicht nur spannend, sondern auch fordernd. Er hat gesagt: „Herr Dittmar, ich weiß nicht was kommt, aber langweilig wird es nie“. Und genauso ist es.

Wer hat Sie erleuchtet?

Ja, wer hat mich inspiriert? Sicherlich Herr Ringler, vorherige Eigentümer, selbst aus einer Unternehmerfamilie, sein Leben lang Unternehmertum gelebt, hat mir vorgelebt, was er als Unternehmertum verstand. Ich habe mir das abgeguckt was ich für richtig halte. Ich mache es heute, glaube ich, ein bisschen anders und deswegen hatten wir in der Übergangsphase dann auch den Punkt, wo er gesagt hat: „Ich geh jetzt, ich glaube es ist gut, wenn du allein das weiter machst.“

Er war für mich immer derjenige, wo ich mich orientiert habe. The Smoker, wie er liebevoll genannt wurde von uns, weil trotz Rauchverbot in der Firma, war immer ein Meter um ihn herum eine Rauchzone, weil er mit seiner Pfeife nicht nur wohlriechend durch die Gegend zog, sondern einfach auch diese unternehmerische Ruhe ausgestrahlt hat und für mich immer mal wieder auch der Punkt war, wie hätte Rudolf das gemacht, wie hätte Herr Ringler das gemacht, wie hätte er jetzt in dieser Verhandlungssituation reagiert, weil ich die Chance hatte und auch dankbar bin für die Zeit, neben ihm einfach auch in seinem Schatten, was ich auch nur jedem mitgeben kann. Schatten ist nicht schlimm. Ja, es ist gut, wenn man in der Sonne steht, aber es ist auch eine gute Zeit im Schatten zu sein, zuzuschauen, zu lernen, zu empfinden, zu überlegen, wie mache ich es anders und Herr Ringler war sicherlich eine Person, wo ich heute dankbar dafür bin, dass ich neben ihm im Schatten stehen durfte, aber ich war auch froh, als das Licht dann da war.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Was traut man mir eher nicht zu? Ich glaube wenn der ein oder andere wüsste, wie ich mit meinem Motorrad durch die Kurven ziehe, würde er mir das vielleicht nicht zutrauen. Oder auch, dass ich als Junge eher Nähkurse belegt habe, als Werken mit all den anderen Klassenkameraden, weil Werken konnte ich schon, ich bin mit der Bohrmaschine, dem Akkuschrauber, Werkzeug und herumschrauben an Mofas aufgewachsen, da musste ich nicht auch noch das Werken im Betrieb oder in der Schule lernen, sondern ich habe mich dann eher für den Nähkurse entschieden, mache eben auch mal etwas, was vielleicht ungewöhnlich ist. Ich glaube es gibt viele Dinge, die Menschen vor mir nicht wissen und das ist in Teilen vielleicht auch gut so.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich finde Erleuchten Erzählt einfach eine tolle Plattform, um der Welt Dinge zu erzählen, die sie vielleicht sonst nie erfahren würde, ich finde es schön, dass Menschen in Position, in Führungspositionen erzählen, wie man dahin kommt, um andere auch zu befeuern, vielleicht auch zu erleuchten und zu sagen, das stellt dich schon selbst ins Licht, wie sie erleuchtet.

Es ist so einfach manchmal die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss sich einfach nur ein bisschen zu trauern, sich selbst zu entwickeln und deswegen finde ich, dass es eine schöne Plattform ist, um auch Themen und Storys zu erzählen, die man sich vielleicht gar nicht vorstellen kann, von Menschen die vorne stehen als Unternehmer, eine besondere Position einnehmen, aber vielleicht doch einfach ganz normale Menschen sind.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Pixar. Diese Leuchte ist einfach genau diese, was mich meiner Zeit im Studium und im Jugendleben verbindet, weil da waren so die ersten Sachen von Pixar und Pixar hat damals nicht die großen Filme gemacht, sondern diese For the Birds, zum Beispiel. Sie sind für mich heute noch der Kracher, weil ich mich einfach totlachen kann und diese Lampe verkörpert eben nicht nur eine Lampe, sondern es ist ein Gesicht, ein erleuchtend, ein Spotlight setzen und das finde ich an dieser Lampe so schön.

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