Vom Glauben an sich selbst

Stefanie Huber

Vorstandsvorsitzende Sparkasse Oberösterreich

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Stefanie Christina Huber und ich bin Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich. Die Sparkasse Oberösterreich ist eine Regionalbank, die eben wirklich ihren Kernmarkt in Oberösterreich hat, das macht uns so besonders.

Was ist Ihre Story?

Bevor ich in die Sparkasse Oberösterreich eingetreten bin, habe ich an der Johannes Kepler Universität in Linz Statistik studiert. Das heißt, ich war eigentlich schon immer zahlenaffin, das hat sich auch im Gymnasium schon abgezeichnet.

Ich bin dann im Februar 1999 in die Sparkasse Oberösterreich eingetreten als Trainee, vielleicht ist das als Statistikerin ja nicht die erste Möglichkeit oder erste Wahl in eine Bank zu gehen, aber gleichzeitig hat mich sofort fasziniert, dass ich gerade als Trainee schon wieder dazulernen kann, etwas Neues lernen, begreifen kann und mein Wissen hier erweitern kann.

Dann hat sich relativ schnell herausgestellt, dass ich hier meinen Platz finde im Treasury und ich habe auch schon nach zwei Jahren eine kleine Führungsverantwortung bekommen. Natürlich habe ich nicht von Anfang an sofort daran gedacht, ich könnte in diesem Hause mal Vorstand oder Vorstandsvorsitzende werden. Was ich aber schnell gemerkt habe ist, dass mich mehr Verantwortung interessiert, dass es mich interessiert, etwas fundiert zu analysieren, Entscheidungen zu treffen und etwas voranzubringen. Somit war es für mich natürlich relativ schnell klar, dass ich den nächsten Schritt gehen möchte, dass ich dieses Mehr an Verantwortung einfach auch nehmen will.

Wenn man sich aber so etwas dann vornimmt, braucht man natürlich auch in seinem Umfeld Unterstützer und Ermöglicher, das ist ganz was Entscheidendes. Und auch teilweise Ermutiger, und man soll sich auch nicht gleich entmutigen lassen, wenn es vielleicht Gegenstimmen gibt, denn eigentlich sollten einen diese anspornen. Man weiß um seine Stärken und es gibt auch Unterstützer und Förderer, gemeinsam kann man natürlich auch die nächsten Schritte gehen.

Natürlich hatte ich einen großen Vorteil, denn meine ersten Ermöglicher waren schon meine Eltern. Die haben eigentlich zu Hause nie einen Unterschied gemacht, auch in ihrer Sprache, in ihrem Wording. (Ich habe noch eine Schwester) Auch dass Männer und Frauen nicht das Gleiche erreichen könnten, also bei uns hat es im Sprachgebrauch nie eine Unterscheidung gegeben, zwischen Männer und Frauenberufen. Und gleichzeitig sind wir aber auch immer ermutigt und aufgefordert worden, unsere eigenen Stärken und Talente weiterzuentwickeln, etwas daraus zu machen und diese Kombination gibt einem natürlich einen super Back-up, wenn man sich dann auch dazu entscheidet, die nächsten Schritte zu gehen. Deswegen ist es uns ja auch als Bank ganz besonders wichtig, dass man immer schon im Kindesalter beginnt, einfach auch Möglichkeiten aufzuzeigen. Das heißt, auch wir wollen ja schon unsere jungen Kundinnen und Kunden ermutigen, und zeigen, was es einfach für Möglichkeiten gibt. Ganz im Sinne von #glaubandich beginnt das natürlich sehr früh und soll einfach immer auch Geschichten aufzeigen, was einfach möglich ist und diesen Mut brauchen natürlich besonders oft auch Frauen. Das ist schon etwas, was ich in meinem Umfeld bemerke, dass hier einfach oft zwar, die eigenen Fähigkeiten gesehen werden, aber so dieser letzte Schritt, diesen einen Schritt noch zu gehen, wirklich auch Verantwortung zu nehmen. Da ist einfach oft das eigene Zögerliche und doch auch dieser Drang zur Perfektion, das was manchmal ein bisschen daran hindert.

Deswegen hoffe ich natürlich, dass ich als erste Frau an der Spitze einer oberösterreichischen Bank hier auch ein bisschen Vorbild sein kann, dass es möglich ist, wenn man an sich glaubt, wenn man Ermöglicher hat und wenn man auch immer wieder ermutigt wird. Führung hat ja etwas ganz Besonderes eigentlich an sich, man kann verbindend und verbindlich zugleich sein. Das ist für mich das Wesentliche eigentlich an der Führungsarbeit, dass man einerseits Teams formt, die miteinander gestalten können und andererseits natürlich auch die Verbindlichkeit einerseits einfordert, andererseits von sich selbst nämlich auch verlangt, das was man ausgesprochen hat, dann auch wirklich in die Tat umsetzt. Und ich glaube das ist ganz entscheidend einerseits für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass wir das was wir auch für unsere Kundinnen und Kunden leben, nämlich Dinge zu ermöglichen, auch im eigenen Haus umsetzen.

Wer hat Sie erleuchtet?

Da möchte ich schon mal vorausschicken: Inspirieren kann einen ja immer beides, einerseits ein Vorbild, wo man wirklich sagt, an dem kann ich mich gut orientieren, das ist auch bisschen wie ein Leuchtturm. Und andererseits natürlich vielleicht an Beispielen, die einem selber gar nicht so imponieren, das kann einen ja auch inspirieren, so nicht zu werden.

Ich glaube auch diese Ausgewogenheit, die ist ganz wichtig. Führungskräfte haben mich besonders fasziniert einfach auch, die sehr authentisch, sehr ruhig, aber trotz alledem sehr zielgerichtet und bestimmt sind, die einfach dann schon auch ob ihres Auftretens sozusagen dazu führen, dass man sich besonders auch bemüht, vielleicht als Mitarbeiter, beizutragen an gemeinsamen Zielen. Ich hab das Authentischsein schon erwähnt und ich glaube, das ist das wesentlichste Merkmal guter Führungskräfte, dass man sich nicht verstellt. Man kann sich Vorbilder suchen, aber nicht nachahmen und so zu sein wie man selber ist, seine Persönlichkeit einzubringen, seine Stärken einzubringen und ich glaube, wenn man diese Stärken einfach auch sieht und erkennt, dann ist das natürlich gut und ganz wichtig und man muss als allererstes natürlich immer selber an seine Stärken glauben.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Da gibt es eigentlich eine sehr aktuelle, ganz nette Geschichte mit meinem Nachbarn, der mich natürlich immer zu Hause im Garten sieht und da sagte er: „Weißt du, das Schöne ist daran, dass wir dich ja auch anders kennen, weil wenn man den Medien glaubt, glaubt man, du läufst halt immer nur top frisiert und im schönsten Zwirn herum, aber wir kennen dich mit der kurzen Hose, mit den zusammengebundenen Haaren, den Arbeitshandschuhen und mit dem Rasenmäher in der Hand und irgendwie fühlen wir uns da direkt privilegiert, dass wir wissen, dass es von dir so viele Facetten gibt.“

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich finde dieses Format sehr nett. Das ist einfach ein anderes, ein viel persönlicheres Setting als andere Interviews und vor allem, es soll ja auch ermutigen und anderen die Möglichkeit geben, sich zu verwirklichen und deswegen finde ich es besonders bereichernd.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich finde, es hat ein gemütliches Ambiente, was einfach auch zu Erleuchtend Erzählt passt. Das macht das ganze bisserl heimeliger. Es gibt auch ein angenehmes Licht und man hat ein weicheres Setting, darum gefällt es mir sehr gut.

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