Reanimation in der Strandbar

Peter Heininger

Ärztliche Direktion BKH Schwaz

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Peter Heininger und bin hier im Krankenhaus in Schwarz jetzt ärztlicher Direktor seit einem Jahr. Ich bin Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Lungenerkrankungen.

Was ist Ihre Story?

Also wir waren auf einem Kurzurlaubstrip in Pore? in Kroatien. Das war zu Pfingsten vor zwei Jahren. Und wie man es so was macht, wenn man eingecheckt hat am Vorabend, geht man gemütlich essen und am nächsten Tag in der Früh sucht man natürlich den Strand, auf was wir getan haben. Wir haben uns dann klassisch im Strandcafé einen guten Platz gesucht und ich habe mich eigentlich auf einen guten Cappuccino und eventuell einen Aperol Spritz gefreut.

Ich habe mich gerade hingesetzt und dann bin ich zusammengebrochen. Meine Frau hat es sofort erkannt, dass da einiges im Argen liegt, hat begonnen mich zu reanimieren und dann mit Hilfe einer anderen Dame am Strand (das war eine italienische Anästhesistin) die hat dann da mich gemeinsam mit meiner Frau abwechselnd reanimiert. Das hat Ewigkeiten gedauert, nach Erzählungen, bis dann die Rettung gekommen ist. Ich wurde vier Mal geschockt. Dann beim vierten Mal ist mein Herz wieder angesprungen und dann bin ich nach der Situation zuerst auf die Intensivstation nach Pore? gekommen und dann zwei Tage später mit der Ambulanz nach Österreich, nach Innsbruck auf die Kardiologie transferiert worden.

Dann habe dort einige Wochen verbracht, bin dort bestens versorgt worden und habe dann noch einen Reha-Aufenthalt in Allensbach am Bodensee angeschlossen, da war ich dann noch 5-6 Wochen, was mir sehr viel gebracht hat. Dort gibt es ausgesprochen tolle Physiotherapeuten und natürlich, dass man einmal aus dem der Medizin die andere Seite sieht. Ich meine, ich muss es nicht nochmal erleben – keine Frage. Aber da sieht man, was da für eine tolle Arbeit geleistet wird und welchen Einsatz diese Therapeuten, Schwestern, Pfleger arbeiten und wie gut es da einem geht, wenn man solche Leute um sich hat.

Warum ich diese Geschichte erzählt habe, ist, weil es mein einschneidendstes Erlebnis ist. Ich sage immer, mich kann nichts mehr ärgern, weil tot war ich schon einmal. Das darf ich nicht im Beisein von meiner Frau und meiner Tochter sagen. Ich hatte Angst oder sowas. Das ist ein sehr, sehr unangenehmes Gefühl wirkliche Angst zu haben, aber ich muss sagen, was soll mir noch passieren? Bei mir kann es nur aufwärts gehen und ich habe im beruflichen Leben tolle Leute um mich und zu Hause meine Familie, also geht’s mir rundherum gut.

Wer hat Sie erleuchtet?

Meine Inspiration ist auf medizinischem Weg so Leute wie der Professor Margreiter, die entscheidende Weiterentwicklungen, was die Medizin betrifft, auf den Weg gebracht haben.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Dass ich den ganzen Tag und missmutig bin, das traut man mir nicht zu.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Das war ein Angebot, das wir bekommen haben, hier im Krankenhaus und ich habe diese Idee witzig gefunden, auch mit den Leuchten. Ich glaube, dass gerade meine Geschichte etwas ist, wo man sagt das Wichtigste ist nie aufzugeben. Ich sage immer, aufgeben tut man einen Brief und sonst gar nichts und ich glaube, dass das das Wichtigste ist und das wäre ja auch so meine Lebensbotschaft oder meine Lebensweisheit, nie aufzugeben und nie sagen, das war das Pech. Man kann immer etwas ändern und wenn es vielleicht nicht immer zum hundertprozentigen Erfolg führt, aber man kann etwas ändern und man kann immer etwas ändern. Vor allem man kann sich ändern. Bei anderen ist das schwieriger.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich bin auch nicht mehr der Jüngste und es ist ein bisschen ein Retroteil und mir gefallen solche alten Sachen sehr zum Missfallen meiner Frau. Sie ist eher moderner unterwegs. Da gibt es immer wieder Diskussionen bei der Wohnungsausstattung und -einrichtung, aber wir finden immer gute Kompromisse. Sehr oft hat sie hat sie Recht. Aber wenn irgendwas althergebracht ist, etwas alt ist, da habe ich einen Bezug dazu. Das sind keine Antiquitäten. So alte Dinge, wie zum Beispiel ich schreibe gern mit einer Feder, nicht mit Patronen, sondern eine zum Aufziehen. Also ich habe so ein bisschen einen Retrovogel, aber er tut niemandem weh, ich kann ihn ausleben, also ist es wurscht.

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