Next step: Selbstüberzeugung

Felicitas Kohler

Geschäftsführerin Planlicht

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Felicitas Kohler, Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Firma Planlicht. Planlicht entwickelt, produziert und vertreibt architektonische Leuchten.

Was ist Ihre Story?

Als ich im Jahr 2000 im elterlichen Betrieb angefangen habe zu arbeiten, habe ich nicht genau gewusst wozu mich mal meine Reise hinbringt. Dann habe im Büro angefangen und in der Telefonzentrale. Ich habe einfach abgenommen, verbunden und das den ganzen Tag. Irgendwann ist das Gefühl gekommen, dass ich gerne in den Verkauf möchte. Jetzt ist es natürlich ein technischer Bereich. Ich war ein junges Mädchen und das ist natürlich jetzt im ersten Moment kein maßgeschneiderter Beruf gewesen. Ich habe aber dann intern sehr viel gekämpft, dass ich an diese Stelle gekommen bin und bin dann in den Schauraum gekommen, wo wir hauptsächlich private Kunden betreuen, aber auch Geschäfts- oder gewerbliche Kunden. Ich bin da eingeschult worden von einem alteingesessenen Mitarbeiter, der mich sehr geprägt hat, dann in meiner beruflichen Laufbahn. Der hat gesagt: „Wenn du da sein willst, dann musst du schnell jetzt die Technik kennenlernen, weil sonst kannst du das nicht.“ Dann habe ich gesagt: „Ja, dann beeile ich mich.“, und habe das dann gelernt. Es war sicher nicht einfach, weil es einfach komplett ein anderer Bereich ist, ich bin in eine Wirtschaftsschule gegangen und bin dann plötzlich im technischen Bereich gewesen, aber es hat mir Spaß gemacht, das war toll.

Irgendwann kam dann dieser Tag-X, Samstag, wo ich den Samstagsdienst alleine gemacht habe. Da hat dieser Mitarbeiter zu mir gesagt: „Also du hast am Samstag alleine Dienst, wenn da Kunden kommen, dann tust du sie anständig beraten und bestenfalls würde ich dann gerne einen Auftrag sehen.“ „Ich bemühe mich.“, sagte ich. Ich war echt nervös und habe den Dienst angetreten, war allein in der ganzen Firma, im Büro arbeitet auch niemand, wo ich vielleicht auch mal rückfragen könnte, falls ich eine Frage habe. Ah, das werde ich schon schaffen. Und dann ist irgendwann am Vormittag die Tür aufgegangen und dann stand ein großer Mann vor mir und er sagte, er hätte da einen Plan mit und er bräuchte ein Beleuchtungskonzept. Und dazu sagte ich: „Ja, bitte, dann schauen wir uns das an.“, dann sagt er: „Soll ich derweil warten, bis ein Verkäufer kommt?“, „Nein, nein, ich bin schon da.“ Sagt er: „Wirklich jetzt?“ Sag ich: „Ja!“ Der Plan war echt groß, der war richtig groß. Da dachte ich mir im ersten Moment, ob ich das jetzt schaffe? Dann sagte er: „Soll ich nicht lieber an einem anderen Tag kommen?“ Und ich: „Nein, nein, wir machen das schon.“

Das war dann so ein einschneidendes Erlebnis, auch in diesem Moment, als ich mir gedacht habe genau das machen wir jetzt und genau das schaffe ich jetzt und ich werde ihm genau dieses Beleuchtungskonzept liefern, was er braucht. Er war lange skeptisch im ganzen Gespräch, hat immer wieder mit Zwischenfragen unterbrochen, sehr unangenehm. Trotz allem finde ich, war es dann am Ende vom Tag ein sehr interessantes Gespräch, was mich wirklich weitergebracht hat. Ich habe ihm das Beleuchtungskonzept gemacht und habe sie dann auch verkauft die Beleuchtung.

Das war ein Riesenerlebnis für mich und ich habe mir gedacht, das ist jetzt endlich die Bestätigung, wenn man was will, dann schafft man es, ganz egal wie alt man ist, oder was für Rolle man hat, oder wo man herkommt. Also irgendwo ist immer noch so dieser eine Schub, der dich voranbringt. Das ist einfach die Selbstüberzeugung. Ich habe dann Jahre darauf diesen Mann wieder getroffen und habe es ihm erzählt. Er hat sich dann nicht mehr so richtig erinnern können, aber es war ihm ein bisschen unangenehm und das war dann auch ein schöner Schluss von dieser Geschichte.

Welcher Chef hat Sie erleuchtet?

Eine Frau, die ein Unternehmen führt und sie hat schon sehr viele Rückschläge in ihrem Leben gehabt, aber hat dann immer weiter gemacht und ist immer besser geworden in ihrem Tun. Sie inspiriert mich sehr, bei der hole ich mir immer wieder Tipps und ihr höre ich auch gern zu.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Dass ich bei uns beim Hausbau die Zwischenwände gemauert habe mit meinem Mann gemeinsam in der blauen Montur.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich finde dieses Format ist einfach mal ganz was anderes und weil es so normal ist, ist es wieder so verrückt irgendwie. Im Grunde genommen erzählt man nur von seinen Geschichten und das ist ja das Tolle daran, dass es nicht ein Regelwerk gibt, sondern es ist einfach wie das Leben schreibt und das finde ich echt eine super Idee.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Für diese Leuchte habe ich mich deshalb entschieden, weil das ein Startup, das wir kürzlich begleiten, ist. Ich kann mich gut identifizieren mit einem Produkt, weil jedes Produkt anders ist und nichts ist gleich, also es ist kein Stangenprodukt, sondern sowie die Natur wächst, wie die Wiese auf den Almen wächst, so schaut das Produkt dann aus und diese Individualität und diese Kreativität verbinde ich ein bisschen mit mir.

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