Papa hatte doch Recht

Monica Rintersbacher

Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt:

Mein Name ist Monica Rintersbacher. Ich bin Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria.

Was ist Ihre Story?

Meine Story war für mich in meiner Jugend unwahrscheinlich. Als ich 16 Jahre alt war hat mein Vater mich das erste Mal darauf angesprochen, ob ich mich denn nicht darum bemühen möchte ein bisschen meine Netzwerke aufzubauen, weil in der Zukunft, wenn man beruflich tätig ist, wird man vielleicht den ein oder anderen kennen und ich habe mich dann ein bisschen frech retour gemeldet bei ihm und habe gesagt: „Du Papa, ich brauch das nicht“. Heute ist das, was mein Vater mir voraus gesagt hat, oder erwünscht hat, mein täglich Brot geworden.

Wer hat Sie erleuchtet?

Ich bin sicher ein Kind, das geprägt ist durch die Eltern. Meine Eltern sind geschieden, seit vielen Jahren, seit über 40 Jahren.

Ich bin bei den Leitbetrieben Austria tätig. Meine Mutter hat sehr viele Jahre für Österreich gearbeitet, bei der Agrarmarkt-Austria-Export-Marketing. Das hat mich geprägt, schon am Frühstückstisch. Bei uns war das Thema Arbeit immer präsent. Ich bin sicher auch sehr autoritär erzogen, also Demut vorm Arbeitgeber und auch die Verpflichtung haben zu leisten. Das habe ich ein bisschen in meiner Struktur und auch mit meinen Mitarbeitern vielleicht geändert diesen autoritären Stil, aber diese Marke Österreich, die ist schon bei mir so in mir drinnen, Österreich fließt durch meine Adern, und da habe ich sicher die Prägung von meiner Mutter bekommen.

Ich habe auch einen sehr christlichsozialen Wertansatz. Das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag oder jeden Sonntag in die Kirche gehe, aber diese Wertekultur ist eine mit der ich aufgewachsen bin, väterlicherseits sehr stark und vielleicht was mich auch heute in meinem schon etwas fortgeschrittene Alter mittlerweile prägt ist auch der Werdegang meines Vaters. Vielleicht sollte man wissen, wer mein Vater ist. Er wurde vor über einem Monat zum Priester geweiht, also wir leben hier eine ganz starke christlichsoziale Wertekultur, die ich garantiert auch in mein berufliches Leben mit hinein nehme.

Die Leitbetriebe sind auf dieser Ebene nachhaltig aufgebaut. Es geht nicht nur um den wirtschaftlichen Erfolg und auch um starke Berücksichtigkeit der Umwelt und Verfolgung der Klimaziele, sondern wir haben auch einen sehr sozial verantwortlichen Ansatz und unsere Leitbetriebe arbeiten auf dieser Basis. Wir haben einen Haltungskodex und der ist sicher sehr stark dieser einer Wertekultur aufgebaut.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Ganz wichtig war es mal zu lernen mit Händen und Beinen zu arbeiten. Also wer gesund ist, sage ich immer, wird die Möglichkeit haben einen Job zu haben. Also ich rede immer vom Ärmel hochkrempeln und das habe ich auch in meiner Studienzeit gemacht. Also ich habe am Fließband gearbeitet und Obst sortiert und Marmelade abgefüllt, ist heute auch ein Leitbetrieb die Firma Staud‘s, genauso wie ich in der Tabaktrafik gearbeitet habe, um Geld zu verdienen für den Urlaub und dort Zigaretten und Zeitungen verkauft habe und mich auch sehr stark mit Menschen auseinander setzen durfte und anderen Kulturen und auch lernen durfte damit umzugehen, wenn jemand mit dir spricht mit einer anderen Denkweise.

So ein kleines Beispiel: Sich von einer Frau vielleicht nicht bedienen lassen zu wollen, also das waren so die ersten Ansätze meiner Lehre, also das ist etwas, was vielleicht vielen nicht bekannt ist, dass ich auch viel gejobbt habe und mir für nichts zu gut war. Am Ende des Tages und was man mir vielleicht schon gar nicht zumutet, weil ich immer sehr freundlich bin und gut aufgelegt, dass ich auch einmal, wenn es sein muss, richtig streng sein kann, nämlich im richtigen Moment, aber ich versuche die Dinge meistens anders zu lösen.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Menschen inspirieren einander und ich sehe es auch als Chefin in einem Unternehmen, dass es eine Struktur geben muss, das allen klar ist, wer seine Aufgaben hat und wer die letzte Entscheidung hat. Aber es geht doch um ein Leben miteinander, wir verbringen so viel Zeit in der Arbeit und müssen schauen, dass wir menschlich miteinander können, vielleicht auch Menschen die privat gar nicht miteinander zu tun hätten. Also es geht darum, dass wir, die Arbeitgeber, die Unternehmer, die Mitarbeiter, gemeinsam eine Aufgabe haben, die in dem Unternehmensgegenstand definiert ist und das kann man auf verschiedene Arten und Weisen tun.

Ich glaube, dass dieses Projekt dazu beitragen kann, anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, dies auch mal anders betrachten und vielleicht neu auszuprobieren.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Diese Lampe ist meine Lampe und diese Lampe kann vielleicht ein bisschen erzählen, wie mein Leben funktioniert. Sie ist aufgeladen, sie hat kein fixes Kabel, sie steht eigentlich auf meinem Nachtkästchen und wenn ich Freude daran habe, steht sie auch mal am Esstisch oder am Balkon, damit sie mir ein bisschen Licht gibt. Sie steht heute in meinem Büro, das heißt mein Leben ist so aufgebaut, dass man manchmal nicht erkennen kann, was beruflich und privat ist und so fühle ich auch meine Arbeit.

Ich weiß ganz genau und habe gelernt, dass man manchmal abgrenzen muss, man muss auch einmal ganz privat für sich sein, aber was mir besonders Freude macht und das ist auch etwas was ich hiermit geben möchte ist: „Arbeit macht Spaß, Arbeit und persönliches Leben gehören irgendwie zusammen und vereinen sich sozusagen in uns“. Mit dieser Lampe möchte ich zeigen, dass sie mich begleitet, im Beruflichen und im Privaten und so bin ich auch als Mensch aufgebaut.

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