Hi, I’m using WhatsApp

Ernst Brunner

Geschäftsleitung Hagleitner Hygiene International

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt:

Mein Name ist Ernst Brunner, ich bin jetzt etwas mehr als sechs Jahre bei Hagleitner, bin Mitglied der Geschäftsleitung der Hagleitner Hygiene International und dabei konzernweit verantwortlich für Finanzen, Personal, IT, Fortbildung und Mobilität.

Was ist Ihre Story?

Meine Story ist im eigentlichen Sinn nicht eine geschlossene Story, sondern ich habe mehrere, drei, vier Stories/Geschichten für Sie, die aber eine Gemeinsamkeit haben und die Botschaft der Gemeinsamkeit lautet: „Lassen Sie sich von vielleicht ungewöhnlichem Beginn von Arbeitsverhältnissen nicht entmutigen, sondern ermutigen, dann werden Sie eine Erfolgsstory.“

Das erste Erlebnis dazu ist: Ich wollte nach meiner schulischen Ausbildung immer Grafiker, Karikaturist, Modezeichner, irgend so etwas in der Rolle werden. Dann kam mein Vater nachhause und sagte, er hat einen Lehrplatz für mich als Spengler und Installateur. Das habe ich heute noch in Erinnerung. Es wurde eine Erfolgsstory, weil in diesem Unternehmen in Niederösterreich ging es mir gut, ich habe viel gelernt, wir hatten tolle Aufträge und ich habe dort viele Jahre gearbeitet. Dann kam irgendwie der Ruf in eine große Fabrik, ging‘s Richtung Steyr, angrenzend an Oberösterreich. Dort hat man Facharbeiter gesucht und mir wurde empfohlen, dort kann ich hingehen, dort werde ich mehr verdienen, dort werde ich meinen weiteren Fortgang haben. Und dann komm ich dorthin in diese Bewerberstraße, ich erinnre mich noch. Es waren sicher 50, 60 Bewerber vor mir, dort am Weg zur Personalabteilung, der Portier hat mir den Weg gezeigt. Denk ich mir: „Was mach ich hier? Dann geh ich wieder, ich stell mich doch hier nicht an.“ Dann geh ich nach Hause und werde gefragt: „Und hast du Arbeit bekommen?“ „Weiß ich nicht, ich hab mich gar nicht mal angestellt, da waren 50 Leute und mit 50 Leuten stell ich mich nicht an.“ Ich kam von einem relativ kleinen Unternehmen mit 10 Mitarbeitern, da muss man sich nicht anstellen und ich war bei meinem Chef sehr geschätzt als Facharbeiter. Jedenfalls mit einem Anruf bei der Personalabteilung hat’s dann geheißen, ja, ich kann um, weiß nicht, 16 Uhr abends – kann ich noch schnell kommen und da war ich so der Letzte und ich war so ziemlich der Letzte, den sie noch genommen haben. Dann haben sie mich in die Produktion geschickt und dort musste ich eine Woche probearbeiten und konnte dann in der damaligen Steyr-Daimler-Puch zu arbeiten beginnen.

Viele Jahre später, vor meiner ersten Möglichkeit, als Geschäftsführer tätig zu sein, in der Obersteiermark, es war in etwa um diese Zeit. Es war kurz oder es war ziemlich genau der letzte August, geh ich mit dem damaligen Inhaber eine Runde durch die Produktionswerke. Es war ein großer Standort. Und es war ein sehr, sehr feinsinniger Inhaber, sehr feingeistiger Mensch und er sagt zu mir im Rundgang an einem herbstlichen Tag, Sonnenschein, sagt: „Zum heutigen Tag gibt es eigentlich ein sehr berühmtes, wunderbares Gedicht und ich weiß heute noch nicht, warum es mir eingefallen ist, aber ich kann die ersten 2 Strophen heute noch. Es ist von Christian Morgenstern: Das ist der letzte leuchtende August. Und ich wusste, ich konnte das beantworten, und am Ende habe ich dann die Aufgabe bekommen, als Geschäftsführer dort zu arbeiten.

Und die letzte Story mit dieser Gemeinsamkeit eines etwas ungewöhnlichen Beginns, die aber dann eine Erfolgsstory wurde, oder jetzt noch immer ist: Ich erinnere mich noch, ich kam in Wien aus einer Aufsichtsratssitzung raus, wir waren im Bristol, große Aufsichtsratssitzung, und es war erkennbar, dass dort meine Aufgabe als Vorstand schön langsam dem Ende zugehen wird und das war auch sinnvoll so. Ich komm raus aus dem Bristol, ich geh zum Würstelstand vis-à-vis und ich sehe auf meinem Handy vom Herrn Hagleitner: „Hi, I’m using WhatsApp.“ Ich kannte den Herrn Hagleitner von früheren gemeinsamen Zeiten einer Ausbildung und wir haben uns nie aus den Augen verloren, aber – also wir kannten uns und dann hab ich mir gedacht: „Den Herrn Hagleitner könnte ich auch wieder mal anrufen.“ Habe den Herren Hagleitner angerufen. Es war so Ende Januar 2015 und am 1. Juli 2015 habe ich dann bei Hagleitner begonnen. Und das sind sozusagen die Stories der Gemeinsamkeit, wenn ein holpriger oder ungewöhnlicher Beginn einen nicht abschrecken soll, weil es dann eine Erfolgstory werden kann. 

Wer hat Sie erleuchtet?

Auf meinem beruflichen Weg inspiriert, darf ich sagen, haben mich mehrere Personen. Ich habe das Glück, dass mich mehrere Personen inspiriert haben. Ganz zu Beginn, wie ich dann von Steyr überhaupt weggegangen bin in die sogenannte weite Welt, war ein Vorstand, der mir ein Goldkettchen geschenkt hat, das ich heute noch trage, und da sind die Insignien des Lebens oben. So hat er es genannt, da sind in chinesischer Schrift eingraviert die Insignien des Lebens: der Wohlstand, die Weisheit, die Gesundheit und die Liebe. Und er hat mir seinerzeit geraten: Ernst Brunner, behalte dir diese Weisheiten und strebe danach, dann wirst du ein glücklicher Mensch werden. Das war eine Erleuchtung. Eine zweite Erleuchtung war sicherlich besagter Inhaber mit dem Gedicht von Christian Morgenstern, von dem ich sehr viel gelernt habe auf der menschlichen Seite. Und die dritte Erleuchtung jetzt ist ganz sicherlich der Herr Hagleitner. Erleuchtung aus mehreren Gründen, weil wir uns persönlich vor längerer Zeit kennengelernt haben und weil er als Unternehmer-Persönlichkeit eine besondere Strahlkraft auf die Mitarbeiter hat und auf mich persönlich hatte. 

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

 Meine Teilnahme bei erLEUCHTEnd erzählt – oder anders gesagt: Ich habe diese Einladung sehr gerne angenommen aus zwei Gründen: einerseits – wie ich an meinen Stories verdeutlichen wollte, die Botschaft, sich von vielleicht etwas ungewöhnlichen Startsituationen ermutigen zu lassen und nicht entmutigen zu lassen. Man könnte da noch sagen, schlimmer kann’s eh nicht starten, es kann nur besser werden. Oder – wie Sie schon gesagt haben, wenn’s im Getriebe ein wenig kracht, dann besser einen Gang höher schalten, also dann kann man erfolgreich werden. Die Botschaft: Durchhalten und Ausdauer – halte ich für sehr wichtige Tugenden, um erfolgreich zu werden. Und die dritte Motivation ist aus dem jetzigen Arbeitgeber heraus, Hagleitner, eine Botschaft zu übermitteln, dass Forschung, Entwicklung und Produktion, Innovationen in Österreich, allen Erfolg, alle Möglichkeiten haben, erfolgreich zu sein, die Menschen inspirieren sollten, selbstständig tätig zu sein, forschend tätig zu sein und den Standort Österreich als Chance wahrzunehmen.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Ich habe mich für diese Lampe entschieden, weil sie für mich ein Symbol einer Transformation ist von der analogen Welt in die digitale Welt. Denn diese Lampe erinnert mich an diese Lampe von Pixar Studios, die auf das I, glaube ich, draufschlägt, und ist für mich ein Symbol von der analogen Welt, der Zeichentrickfilme, der Mikey-Mouse-Hefte, Hefte, die man beim Zahnarzt gelesen hat – oder wie auch immer, in die Animationsfilme. Und das ist auch genau das, was wir bei Hagleitner erleben: Innovation, Transformation von der analogen Welt in die digitale Welt – und wir werden manches Mal als INT – oder wir sagen IOT: als „Internet of things“ – manche sagen: „Hagleitner ist Internet of Toilet“ – manche sagen: „Hagleitner ist der Google des Waschraums“ – egal, wie man es dann bezeichnen möchte; es ist für mich ein Symbol von der analogen Welt in die digitale Welt und diese Transformation, in der wir uns bewegen. Und mir gefallen einfach animierte Filme, die ja jetzt keine Zeichentrickfilme mehr sind, und das ist das Symbol für mich dafür.

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