Der Ostrich-Effekt

Tim Mittelberger

Geschäftsführer Dorfelektriker Mittelberger GmbH

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist im Tim Mittelberger vom Dorfelektriker Mittelberger GmbH in Götzis. Wir haben zwei Marken, den Dorfelektriker mit 85 Mitarbeitern und die zwei Marke ist das Conceptlicht im Beleuchtungshandel, in dem wir uns jetzt auch gerade befinden. Und das passt perfekt zum Thema.

Was ist Ihre Story?

Meine Geschichte führt uns vier Jahre zurück, während ich mich noch im Studium in Innsbruck befand. Ich habe Wirtschaft und Management am MCI Innsbruck studiert, habe davor eine technische Ausbildung, Lehre und Studium absolviert und habe dann gedacht ich brauche noch ein bisschen den wirtschaftlichen Aspekt. Und 100% in der Firma arbeiten mitten in der Nachfolge in einem Familienbetrieb. Berufsbegleitend studieren, ich war musikalisch tätig in einer Band und in einem Sportverein noch zusätzlich und dann kommt noch der Freizeitstress dazu. Ich denke es spricht für sich selbst, was das für eine Belastung für mich war.

Da gab es ein Phänomen an mir zu beobachten, das sehr interessant war. Der Verhaltensökonom George Löwenstein beschrieb das als den ostrich effect. Der ostrich ist auf Deutsch der Strauß und man kann sich das sinnbildlich so vorstellen, der Strauß steckt den Kopf in den Sand und sieht den Löwen nicht, der ihn auffressen will. Bei mir waren das so mehrere Faktoren. Die Prüfungen und das Lernen, das ich aufgeschoben habe, oder auch sonstige Probleme, denen ich einfach ausgewichen bin und zum Beispiel unangenehme Gespräche, die ich einfach nicht führen wollte. Das ist schon ganz tragisch gewesen teilweise, fast schon Menschen ignorieren musste, damit ich einfach diesen Problemen aus dem Weg gehen konnte. Das ist resultiert in puren Stress. Gesundheitliche Folgen hatte das und Themen mit der Ernährung und konnte nicht mehr schlafen und eigentlich alles nur wegen dem, weil ich Probleme einfach nicht mehr gesehen habe. Die sind ja dann nicht weg, die kommen dann ja dann verstärkt, oder die Themen, die kommen dann irgendwann wieder geballt zurück. Das ist dann irgendwann so ein Teufelskreis. Es wäre ja eigentlich so einfach. Aber da war das Motto irgendwie Augen zu und durch, aber das richtige Motto wäre ja Augen auf und einfach auf die Themen zu. Wenn ich da unangenehme Themen einfach angesprochen hätte oder Probleme angehen anstatt abwarten, oder auch mal (bei mir ein großes Thema) auch mal nein sagen können, weil ich habe viel ja gesagt um Konfrontationen mit Mitmenschen zu vermeiden, ob das jetzt Kollegen waren oder Mitarbeiter.

So hätte ich wahrscheinlich einiges abwenden können, anstatt das im Vorhinein schon zu machen, muss ich das schmerzhaft lernen und habe dann aus den tragischen Situationen gelernt . Die Lösung wäre eben für mich klar auch mal nein zu sagen und Grenzen zu ziehen. Bei euch also bei Erleuchtend Erzählt, ist auch das Thema, dass Führungskräfte und Chefs unnahbar wirken. Das könnte bei mir jetzt mitunter der Fall sein, wenn man mich mit einem Thema erwischt, wo ich einfach nicht mehr kann, wo ich in Stresssituationen komme und dann wirklich die Grenzen aufzeigen muss. Vielleicht muss man dann auch im Umgang mit einer Führungskraft oder einem Chef, einer Chefin dann auch mal in die andere Perspektive schlüpfen und schauen, vielleicht ist das ja gar nicht, weil der so unnahbar ist aus Charakterzügen oder so, sondern vielleicht ist das eine Art Selbstschutz, weil man sonst zu gestresst wäre, oder man einfach ein wenig auf sich selbst schauen muss, weil es sonst in gesundheitlichen Folgen endet.

Wer hat Sie erleuchtet?

Das mag jetzt ein wenig abgedroschen klingen, aber das war mein Vater. In einem Familienbetrieb, in dem ich die Nachfolge angetreten habe, war mein Vater natürlich sehr lange das einzige Vorbild, das ich hatte. Ich kannte ja keine Unternehmer und ich hatte kein Netzwerk, keine Kontakte zu anderen Unternehmen. Er hat mir immer jeden Freiraum gelassen, also er war auch überzeugt, dass ich Musiker, oder Maler oder Lehrer werde, aber garantiert nicht Geschäftsführer von einem Elektroinstallationsbetrieb. Aber als ich dann für mich die Entscheidung getroffen habe, war er immer da, er ist ein super Vorbild. Jetzt in der Übergabe, wahrscheinlich die größere Aufgabe hat ja der übergebe und die Übergeberin und da war er einfach phänomenal, ein richtiges Vorbild. Ich hoffe, dass ich dann das mit meinen Kindern oder innerhalb von der Familie, wenn das vielleicht so sein wird auch in dieser Perfektion nachmachen werden kann.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Ich glaube, dass wenn man die Unterscheidung treffen kann zwischen einem Manager und einem Leader, dann traut man mir nicht zu, dass ich der Manager bin. Ich traue es mir selber auch nicht zu. Also ich glaube, dass ich ganz klar in die Sparte Leader gehöre. Führen und Mediation und Umgang mit Mitarbeitern, das sind so Sachen, die mir liegen. Das Managen, das einfach in die Hand nehmen und machen und Zahlen und etwas sehr Essenzielles im Alltag eines Unternehmers, das ist nicht unbedingt meine Stärke. Aber wir haben so ein cooles Team und eine flache Hierarchie und meine Kollegen und die Teamleiter, die decken den Bereich dann dafür umso besser ab.

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

Ich finde die Grundidee von euch einfach genial. Also ich merke immer wieder, dass man teilweise in unserer Gesellschaft ein total verzerrtes Weltbild hat, was jetzt Unternehmer oder Unternehmerinnen anbelangt, die teilweise noch so dargestellt werden, als wären er narzisstisch veranlagte Kapitalisten, die eigentlich nichts anderes im Kopf haben, als den Arbeitnehmer auszunehmen. Das Bild ist komplett veraltet. Das trifft einfach überwiegend, garantiert nicht mehr zu. Wenn dann natürlich jemand, wie ihr jetzt, daran arbeitet dieses Bild zu verändern oder der Realität anzupassen, dann bin ich davon voll begeistert.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Diese Tischleuchte, die gefällt mir als erstes einfach. Weiter vertritt sie zwei Werte, die mir sehr wichtig sind. Der erste Wert ist Innovation. Diese Leuchte wurde in einer sehr neuen Technologie mit dem 3D-Druck erstellt. Und der der zweite Wert ist ökologische Nachhaltigkeit. In dem 3D Druckverfahren werden Materialien verwendet, die ökologisch abbaubar sind. Es ist Flüssigholz und auch während dem Prozess, der Prozess wird zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Also Nachhaltigkeit und Innovation sind zwei Werte, die wir im Leitbild haben und darum habe ich mich für diese Leuchte entschieden.

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