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Ewald Lanzl

Gründer KLIPP Frisör

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Heute zu Gast bei erLEUCHTEnd erzählt

Mein Name ist Ewald Lanzl. Ich bin Friseurmeister aus Thalheim bei Wels und mittlerweile natürlich schon lange Jahre im Beruf und Friseur sein ist meine Leidenschaft.

Was ist Ihre Story?

Da muss ich ein bisschen ausholen: Mitarbeiter*innen sind für unseren Beruf ein ganz wichtiger Teil des Unternehmens, oder eigentlich der wichtigste Teil des Unternehmens. Da ist mir also eine Begebenheit in Erinnerung geblieben: Ich habe Ende der 80er-Jahre in Vösendorf bei Wien einen Salon eröffnet. Da hat es die Firma DOGRO gegeben und in diesem DOGRO Markt konnten wir einen Salon eröffnen. Den haben wir aufgebaut und es war in der Zeit auch relativ einfach Mitarbeiter zu bekommen.

Aber ich habe da in Wiener Neudorf angerufen und gefragt: „Ich hätte gerne zehn Friseurinnen.“ Dann hat mir die Dame gesagt: „Zehn Friseurinnen? Wir haben gar keine Friseurin angemeldet. Sie bekommen keine.“ Sage ich: „Das kann es nicht sein, verbinden Sie mich mal mit dem Chef. „ Dann habe ich mit dem Chef gesprochen. Dann sagte er: „Wissen Sie, wir haben da schon ein paar, aber die haben wir schon so oft vermittelt und die hat keiner angestellt.“, „Es ist egal, bringen Sie mal alle her, die Sie haben und ich kommen in acht Tagen runter und da brauche ich einen Raum und dort möchte ich mit den Damen sprechen.“ Gesagt, getan er schreibt mir dann das Okay. Es gibt ein Datum, ich fahre hinunter. Und tatsächlich (der Raum war im Keller), ich gehe runter, sitzen da 14 Damen in einer Reihe auf der Bank aufgereiht. Da denke ich mir, ja super. Gehe hinein, kommt die erste hinein, ich rede mit der und sage: „Ja ok, Sie fangen an.“ Kommt die zweite hinein, auch dasselbe. Das ist dann so dahingegangen. Insgesamt habe dann von den 14 Damen 9 eingestellt und eine war dabei, eine etwas ältere Dame, sehr resolut – das war die Uschi. Da sagte ich: „Sie werden Salonleiterin.“ Dann hat sie gesagt: „Kaum zu glauben, aber ja ok.“

Wir haben dann dort den Salon eröffnet und Uschi Neuwirth war die Salonleiterin und das klasse ist jetzt, wenn ich das so erwähnen darf, dass von den neuen Mitarbeiterinnen wir heute noch drei haben. Es sind drei bereits in Pension gegangen und drei Salonleiterinnen sind aus diesem Team herausgekommen. Da sieht man wieder, wenn man mit Menschen eine Vorannahme hat, in der Art, du kommst eh nicht dran, oder dich nimmt eh keiner… Das war für mich (und für uns) wirklich eine ganz wichtige Entscheidung, dass ich die neuen Damen eingeschult habe, wenn wir doch so ein super Potenzial im Wiener Raum gehabt haben.

Wer hat Sie erleuchtet?

Naja, da muss ich vielleicht zwei Personen erwähnen. Das eine Mal sehr stark inspiriert hat mich von der beruflichen Seite her der Vidal Sassoon, das ist der Entwickler der modernen Haarschneidelehre. Das war am Anfang/ Mitte der 60er-Jahre, ich habe 1966 ausgelernt und der Sassoon war ’63/’64 sehr, sehr bekannt. Den habe ich dann kennengelernt, also diese Technik habe ich kennengelernt. Diese Technik war dann eigentlich einfach ein ganz wichtiger Faktor den Friseurberuf so zu perfektionieren und zu arbeiten an diesen Dingen. Also mit perfekten Haarschnitten, das hat mich irrsinnig begeistert. Und ein zweiter war noch, der Herr Leisch Senior, Steuerberater, der in Wels tätig war, leider schon verstorben. Er hat mich auch sehr stark inspiriert was diese kaufmännischen Dinge angeht und was Betriebsführung und Menschenführung angeht.

Was traut man Ihnen eher nicht zu?

Ich glaube, man traut mir nicht zu, dass ich hart bin. Aber da muss ich mit dem Konfuzius sprechen, der gesagt hat: „Wenn du hart sein willst, dann sei weich.“

Was gefällt Ihnen an erLEUCHTEnd erzählt?

In erster Linie, weil ich dazu eingeladen worden bin, also ich habe das nicht gekannt vorher und die Frau Franzmeier hat gesagt: „Herr Lanzl, schauen Sie sich das mal an.“ und das habe ich mir angeschaut und habe mir gedacht, dass das eigentlich eine ganz witzige Situation ist, ein witziges Thema. Einfach etwas zu erzählen von deiner Berufslaufbahn und das kann sicher für andere auch sehr befruchtend sein und das gefällt mir eigentlich.

Warum haben Sie sich für diese Lampe entschieden?

Das war ganz eindeutig. Ich bin ein bisschen ein Retroanhänger. Die Lampe hat mich begeistert – das ist so der Stil meiner Jugend und daher habe ich mich für die Lampe entschieden. Das ist aus den 50er-Jahren kann man sagen, also da war ich noch ein Kind in den 50er-Jahren. Ich bin die typische 68er-Generation, also 1949 geboren und das gefällt mir immer noch sehr gut.

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